Fußball: Sascha Kölking bleibt Trainer beim Frauen-Bezirksligisten
„Jugend forscht“ bei Turo Darfeld

Darfeld. Das Projekt „Jugend forscht“ hängt in der Warteschleife fest. Seit Monaten schon läuft nichts, entsprechend heiß sind sie auf den Neustart. „Wir warten auf das Go“, sagt Sascha Kölking. „Ich hoffe sehr, dass es im April oder spätestens im Mai weitergeht.“ Dann will er weiter dafür sorgen, dass die vielen jungen Spielerinnen sich weiterentwickeln bei den Fußballerinnen von Turo Darfeld – jetzt und perspektivisch darüber hinaus, denn der Trainer wird auch in der kommenden Saison 2021/22 für den Frauen-Bezirksligisten verantwortlich sein.

Mittwoch, 10.03.2021, 07:15 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 07:20 Uhr
Foto: az

Immer wieder Talente aus dem guten eigenen Unterbau integrieren, der seit einigen Jahren erfolgreich als Jugendspielgemeinschaft mit Westfalia Osterwick auftritt, das ist das Ziel. Im vergangenen Sommer sind erneut vier Spielerinnen aus der eigenen U 17 in den Kader gerückt. Ohnehin ein großer Schritt, weil die „Beförderung“ in die Seniorenabteilung zwei Jahre früher als bei den Jungs erfolgt. Und dann mussten sie sich schon früh beweisen. „Zum Saisonbeginn sind uns zwei wichtige Stützen weggebrochen“, verweist Kölking auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Isabell Kortüm und Carolin Kemper. „Beide sind nicht zu ersetzen“, betont der 45-Jährige – so sei Carolin Kemper immer für 15 bis 20 Saisontore gut.

Also muss der Nachwuchs ran, und der macht seine Sache bisher sehr ordentlich. „Alle sind sehr ehrgeizig“, lobt der Trainer. Einsatz und Trainingsbeteiligung passen, nur bei den Ergebnissen gab es noch zu deutliche Unterschiede zwischen den Heim- und Auswärtsspielen. Während die Turo-Frauen in der Bezirksliga-Staffel 6 auf fremdem Platz bisher nur Niederlagen kassiert haben (0:5 beim SV Langenhorst-Welbergen, 2:6 bei Matellia Metelen, 0:1 beim TuS Altenberge), gab es im eigenen Turo-Stadion mit dem 1:0 gegen Union Wessum II, 2:1 gegen Fake Saerbeck und dem 3:1 gegen GW Steinbeck unmittelbar vor dem sportlichen Lockdown ausschließlich Siege. „Sicherlich oft eine Frage der Tagesform“, sagt Kölking, der zudem einräumt, bisweilen noch selbst in der Findungsphase zu stecken. So sind sie zunächst mit einer Dreierkette aufgelaufen, haben dann doch wieder auf Viererkette umgestellt: „Das scheint für die Mädels sicherlich die bessere Variante zu sein.“

Erfahrungen sammeln, teils auch auf ungewohnten Positionen, diese Zeit nehmen sie sich. Zumal der Trainer selbst zwar nicht neu dabei ist, aber in anderer Verantwortung: Drei Jahre lang war er als Co-Trainer von Kevin Cooper für die zweite Turo-Frauenmannschaft verantwortlich, dann hat das Duo 2019 das Bezirksliga-Team übernommen. Seit dem vergangenen Sommer bekleidet Kölking alleine die Chefrolle – mit einiger Erfahrung im Rücken. Gespielt hat er selbst lange Zeit in seinem Heimatverein Germania Horstmar, dann zwölf Jahre lang in Wiesbaden unter anderem in der Bezirks-Oberliga. Nach der Rückkehr ins Münsterland hat Kölking den Trainerjob bei der zweiten Mannschaft in Horstmar übernommen, ehe Kevin Cooper ihn zunächst zu den Frauen von Westfalia Osterwick und dann zu Turo gelotst hat. „Das macht Spaß“, lächelt der 45-Jährige, der nicht lange überlegen musste, ob er die Aufgabe auch in der kommenden Saison anpacken möchte: „Das waren ja nur drei Monte bis zur Corona-Unterbrechung, da kann ich ja jetzt keinen Haken setzen.“

Zumal sie noch einige Eisen im Feuer haben. Auf Platz sechs liegen sie in der Bezirksliga-Tabelle und würden gerne in den noch sieben ausstehenden Spielen der Hinrunde ein bisschen klettern. Im Kreispokal-Viertelfinale dürften die Darfelderinnen beim B-Ligisten FC Epe als Favorit gelten und haben alle Chancen auf das Halbfinale gegen den Sieger aus SG Graes/Ahle gegen SpVgg Vreden. Und dann ist da noch der Auftritt im Westfalenpokal, der ihnen in der ersten Runde ein Heimspiel gegen den Landesligisten SC Bochum-Bergen beschert. „In der zweiten Runde könnte es ein Duell mit dem VfL Bochum geben“, wagt Sascha Kölking einen vorsichtigen Blick voraus – das wäre ein spannender Reizpunkt im Projekt „Jugend forscht“.

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