Basketball
Bamberger Überraschung: Künftig Verzicht auf Euroleague

Bamberg (dpa) - Die Basketballer von Brose Bamberg werden künftig nicht mehr in Wettbewerben der Euroleague-Organisation antreten und haben stattdessen mit der Champions League des Weltverbands FIBA einen langfristigen Vertrag abgeschlossen.

Montag, 18.06.2018, 11:42 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 18.06.2018, 11:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 18.06.2018, 11:42 Uhr
Die Bamberger Spieler treten künftig in der Championsleague des Weltverbandes FIBA, statt in der Europaleague, an. Foto: Daniel Karmann

Die Entscheidung gaben die Franken am Montag bekannt. Als Serienmeister war das Team regelmäßig in der Euroleague angetreten, dem wichtigsten Wettbewerb in Europa. Nach dem verpassten Bundesliga-Titel zuletzt hätte Bamberg ab Herbst im zweitklassigen Eurocup starten können. Veranstaltet wird dieser von den Euroleague-Machern, die mit der FIBA im Streit liegen.

Bamberg schloss mit der Champions League einen Fünfjahresvertrag ab. Das bedeutet, dass Brose auch dann auf die Euroleague verzichten wird, sollte der Verein wieder deutscher Meister werden und dann ein Startrecht in der Euroleague haben. Geschäftsführer Rolf Beyer sagte zu der Entscheidung für die Champions League: «Das Format hat sich in den letzten zwei Jahren sowohl wirtschaftlich als auch medial und sportlich entwickelt und wird sich noch weiter entwickeln.» Andere Spitzenverein stünden vor einem ähnlichen Wechsel, hieß es.

Dem Vernehmen nach lässt sich in der Champions League für die Vereine Geld verdienen, während in der Euroleague der Großteil der Teams unterhalb der Top-Mannschaften finanziell draufzahlt. Zudem pausiert die Champions League während der Nationalmannschaftstermine, während die Euroleague darauf keine Rücksicht nimmt. In der neuen Saison wird Meister FC Bayern als deutscher Vertreter in der Euroleague starten.

Nach einer enttäuschenden Saison will Bamberg künftig mit einem deutlich kleineren Etat in Bundesliga und Champions League antreten und vermehrt auf junge Talente statt teurer Einkäufe setzen. Der neue Trainer soll bis Ende der Woche gefunden sein, kündigte Beyer an und ergänzte, dass der Ludwigsburger John Patrick dabei kein Thema sei.

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