Zehnkampf-Weltmeister
Niklas Kaul zu Olympia: «Ich fände das schwierig»

Frankfurt/Main (dpa) - Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul steht dem Festhalten an der Austragung der Olympischen Spielen in Tokio mit großer Skepsis gegenüber.

Donnerstag, 19.03.2020, 09:10 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 09:12 Uhr
Steht dem Festhalten an der Austragung der Olympischen Spielen in Tokio mit großer Skepsis gegenüber: Zehnkämpfer Niklas Kaul. Foto: Michael Kappeler

«Ich fände das schwierig. Alleine schon aus dem Fairness-Gedanken heraus», sagte der 22 Jahre alte Mainzer im Interview der «Allgemeinen Zeitung Mainz». Zu unvorhersehbar sei die Entwicklung der Coronavirus-Krise, zu unterschiedlich wahrscheinlich die Bedingungen, in denen sich die Athleten vorbereiten könnten. Kaul selbst tut jedoch sein Bestes, um annähernd in Wettkampf-Form und fokussiert zu bleiben.

«Aber eines ist klar - aktuell gerät der Sport, auch wenn man sich täglich damit beschäftigt, deutlich in den Hintergrund», sagte er. Nach einem Trainingslager in Südafrika ist Kaul vorübergehend bei seinen Eltern im rheinhessischen Saulheim eingezogen. «Dort habe ich zumindest einen Garten zur Verfügung», sagte er.

In seiner kleinen Wohnung in Mainz hätte ihm der Raum gefehlt, um auch im Fall einer Ausgangssperre ordentlich trainieren zu können. Mit Einheiten auf dem Ergometer, Übungen mit Gewichten oder Stabi-Training wolle er sich bestmöglich in Form halten, um für eine mögliche Saison gerüstet zu sein. «Alle technischen Disziplinen kann man so natürlich nicht trainieren. Das wird dann fehlen», sagte Kaul.

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