Coronavirus-Pandemie
Marathon-Olympiasieger Kipchoge in häuslicher Isolation

London (dpa) - Marathon-Superstar Eliud Kipchoge hat sich angesichts der Coronavirus-Pandemie in häusliche Isolation begeben. Der britische Sender BBC veröffentlichte ein Video, in dem der Läufer erklärt, dass er sich seit drei Tagen in Isolation befinde.

Samstag, 21.03.2020, 10:12 Uhr aktualisiert: 21.03.2020, 10:14 Uhr
Hat sich angesichts der Coronavirus-Pandemie in häusliche Isolation begeben: Eliud Kipchoge. Foto: Arne Immanuel Bänsch

Wie der 35 Jahre alte kenianische Weltrekordler (2:01:39 Stunden) berichtete, habe er das Trainingslager in Kaptagat abgebrochen und sei nach Eldoret zu seiner Familie zurückgekehrt. Kipchoge war im vergangenen Oktober in Wien als erster Läufer in 1:59:40,2 Stunden unter der Zwei-Stunden-Marke geblieben, wurde dabei aber unter anderem von 41 Tempomachern begleitet, weshalb die Zeit nicht offiziell als Rekord anerkannt werden konnte.

«Es ist wirklich hart, alleine zu trainieren, denn ich schätze das Teamwork, das in unser aller Interesse ist und mir sehr hilft», sagte Kipchoge, der eigentlich beim London-Marathon am 26. April als Titelverteidiger starten wollte. Das Rennen wurde jedoch aufgrund der Coronavirus-Krise auf Oktober verschoben. In Sommer strebt er bei den Olympischen Spielen in Tokio seinen zweiten Olympiasieg an.

«Ich versuche mich zu isolieren, bleibe bei meiner Familie und stelle sicher, dass ich nicht viele Menschen treffe. Ich halte mich an die Vorgaben und respektiere, was nötig ist», sagte Kipchoge. Die Isolation dürfte mit einer Verordnung in seinem Land zu tun haben. Die Regierung hatte vor einigen Tagen unter anderem verfügt, dass Personen, die in letzter Zeit in Länder gereist sind, die vom Coronavirus betroffen sind, sich selbst in eine 14-tägige Quarantäne begeben sollten. Eliud Kipchoge war vor rund vier Wochen unter anderem in Berlin bei der Verleihung der «Laureus Awards».

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