US Open
Gegen Polizeigewalt: Osaka trägt besondere Gesichtsmaske

New York (dpa) - Die frühere Tennis-Weltranglistenerste Naomi Osaka hat bei ihrem Auftaktspiel bei den US Open erneut ein politisches Statement gesetzt.

Dienstag, 01.09.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 08:48 Uhr
Naomi Osaka trug einen Mund-Nase-Schutz, auf dem der Name Breonna Taylor stand. Foto: Frank Franklin

Vor und nach dem Sieg gegen Misaki Doi (6:2, 5:7, 6:2) trug die 22 Jahre alte Japanerin einen Mund-Nase-Schutz, auf dem der Name Breonna Taylor stand. Die Schwarze war von der Polizei erschossen worden. Es ist eine von sieben mit einem Namen beschriftete Maske, jede zu Ehren einer anderen Person, die Opfer von Polizeigewalt wurde.

Sieben Siege braucht man, um die Grand-Slam-Trophäe zu gewinnen. Osaka hofft soweit zu kommen, um so in New York mit jeder Maske das Bewusstsein für Rassenungerechtigkeit zu schärfen. «Es ist ziemlich traurig, dass sieben Masken nicht genug sind für die Anzahl der Namen. Also hoffe ich, dass ich ins Finale komme, damit sie alle sehen können», sagte die US-Open-Siegerin von 2018.

Bereits bei der US-Open-Generalprobe in der Vorwoche hatte Osaka sich den Protesten im US-Sport gegen Rassismus und Polizeigewalt angeschlossen und war im Halbfinale des Masters-1000-Turniers nicht angetreten. Danach waren alle Spiele zunächst abgesagt worden.

© dpa-infocom, dpa:200901-99-383260/2

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