US Open
Scharfe Kritik von Tennisspielerin Mladenovic: «Abscheulich»

New York (dpa) - Die französische Tennisspielerin Kristina Mladenovic hat die Veranstalter der US Open scharf kritisiert.

Donnerstag, 03.09.2020, 15:39 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 15:42 Uhr
Die französische Tennisspielerin Kristina Mladenovic hat die Veranstalter der US Open scharf kritisiert. Foto: Frank Franklin

«Das ist ein Alptraum, den wir hier erleben. Ich habe nur den Wunsch, meine Freiheit wiederzubekommen», sagte die Weltranglisten-44. laut «L'Equipe» bei dem Turnier in New York. «Ich möchte so viele Dinge sagen, die uns hier passiert sind. Es ist absolut abscheulich, wie sie uns behandelt haben.»

Mladenovic gehört zu den Kontaktpersonen ihres positiv auf Corona getesteten Landsmannes Benoit Paire und muss sich deswegen an besonders strikte Sicherheitsregeln halten. «Wir haben keine Bewegungsfreiheit, keine Identität, nichts. Ich habe den Eindruck, dass wir Gefangene, Kriminelle sind», sagte die 27-Jährige. «Wir sind machtlos und leiden nur.»

Die Bedingungen seien grausam, trotz negativer Tests brauche man für alles eine Erlaubnis. «Wenn ich gewusst hätte, dass es solche Konsequenzen hat, wenn ich mit einem Spieler 40 Minuten Karten spiele, der positiv und schließlich negativ war, hätte ich niemals einen Fuß in dieses Turnier gesetzt», sagte sie.

Als Entschuldigung für ihre Zweitrunden-Niederlage beim ersten Grand-Slam-Turnier nach der Coronavirus-Pause wollte Mladenovic dies jedoch nicht verstehen. Nach einer 6:1, 5:1-Führung und vier Matchbällen hatte die Nummer 30 der Setzliste noch mit 6:1, 6:7 (2:7), 0:6 gegen die Russin Warvara Gratschewa verloren.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-419035/2

Nachrichten-Ticker