«Schonungslose Aufklärung»
Taskforce soll Missbrauchsvorwürfe um Fecht-Coach klären

Tauberbischofsheim (dpa) - Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Fecht-Trainer am Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim soll eine fünfköpfige Taskforce schnellstmöglich für Aufklärung sorgen.

Dienstag, 18.04.2017, 17:22 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.04.2017, 17:19 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.04.2017, 17:22 Uhr
Eine unabhängige Untersuchungskommission hat beim Fecht-Club Tauberbischofsheim die Arbeit aufgenommen. Foto: Jan-Philipp Strobel

Drei Juristen, ein Pädagoge sowie eine ehrenamtliche Mitarbeiterin einer Opferschutzorganisation bilden die unabhängige Kommission, die jetzt vorgestellt wurde. «Wir wollen eine schonungslose Aufklärung. Es soll nichts unter den Teppich gekehrt, nichts vertuscht werden», sagte Harald Stempfer, der Geschäftsführer des Fecht-Clubs in Tauberbischofsheim.

Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen einen mittlerweile freigestellten Trainer des Stützpunktes. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte berichtet, dass es in Tauberbischofsheim zwischen 2003 und 2016 zu mehreren Fällen von sexueller Belästigung durch ihn gekommen sein soll. Der Trainer bestreitet das.

«Unsere Aufgabe besteht nun darin, unabhängig und neutral Sachverhalte zu ermitteln», sagte Rechtsanwalt Sebastian Warken als Vorsitzender der Taskforce. «Wir sind nicht als Interessensvertreter tätig». Gemeinsam mit seinen Kollegen will er in nächster Zeit vor allem mit Sportlerinnen sowie Angestellten des Fecht-Zentrums reden. Außerdem wurde für Betroffene eine anonyme Telefon-Hotline eingerichtet. Erste Ergebnisse könnte es laut Warken bereits im Mai geben.

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