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FC Bayern vermeidet Kritik an WM-Gastgeber Katar

München (dpa) - Der FC Bayern München will in der Diskussion um das WM-Gastgeberland Katar derzeit keine Stellung beziehen, steht aber wegen der angespannten Lage im Austausch mit der Bundesregierung.

Dienstag, 06.06.2017, 21:22 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.06.2017, 21:19 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.06.2017, 21:22 Uhr
Unter Palmen in Katar beziehen die Bayern regelmäßig ihr Winter-Trainingslager. Foto: Andreas Gebert

«Die aktuelle politische Situation am Golf und die Vorwürfe von Nachbarstaaten gegen Katar kann der FC Bayern München derzeit nicht bewerten. Diese Beurteilungen sind Sache der Bundesregierung. Der FC Bayern München steht im Kontakt mit Vertretern der Bundesregierung», hieß es in einem Statement des deutschen Fußball-Rekordmeisters auf Anfrage der «Sport-Bild» am 6. Juni.

Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten haben alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Sie werfen dem Golf-Emirat unter anderem die Unterstützung von Terrororganisationen vor.

Der FC Bayern hat im Januar 2016 mit dem Hauptstadtflughafen in Katar einen langfristigen Sponsorenvertrag geschlossen. Die Münchner beziehen regelmäßig ihr Winter-Trainingslager in dem Gastgeberland der Fußball-WM 2022.

Die Bayern beriefen sich in ihrem Statement auch auf eine Aussage des damaligen Außenministers und heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier aus dem Jahr 2016. «Sehr viele deutsche Unternehmen pflegen in Katar wirtschaftliche Beziehungen. Gegen eine Geschäftsbeziehung zwischen Bayern München und einem katarischen Unternehmen sei aus "außenpolitischer Sicht nichts einzuwenden", hatte Steinmeier demnach im Vorjahr gesagt.

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