Wada-Sanktionen gegen Russland
Whistleblower Rodschenkow: Alle Täter rückwirkend bestrafen

Berlin (dpa) - Whistleblower Grigori Rodschenkow hat die Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada gegen Russland begrüßt und zugleich harte Strafen für die Verantwortlichen des Sportbetrugs gefordert.

Dienstag, 10.12.2019, 07:14 Uhr aktualisiert: 10.12.2019, 07:16 Uhr
Fordert harte Strafen gegen Sportbetrüger: Whistleblower Grigori Rodschenkow. Foto: Valeriy Melnikov

«Endlich wurden Betrug, Lügen und Fälschungen von unbeschreiblichem Ausmaß in vollem Umfang bestraft», sagte der frühere Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors in einer persönlichen Erklärung, aus der die BBC in einem Bericht zitierte.

«Diejenigen, die an der Korruption bestimmter Sportarten wie Leichtathletik, Gewichtheben, Skifahren, Biathlon und Bob beteiligt sind, sollten rückwirkend bestraft werden», betonte Rodschenkow, der nach seiner Flucht aus der Heimat seit 2016 an einem unbekannten Ort in den USA lebt. «Die Ergebnisse der Olympischen Spiele in London (2012) und Sotschi (2014) sollten erneut analysiert und mit den heute verfügbaren Erkenntnissen neu bewertet werden», sagte der Kronzeuge bei der Aufklärung des russischen Dopingsystems.

«Es gibt eine ganze Generation sauberer Athleten, die ihre Träume schmerzvoll aufgegeben mussten und aufgrund russischer Betrüger ihre Auszeichnungen verloren haben», meinte Rodschenkow. «Wir müssen die härtesten Maßnahmen ergreifen, um dem Sport wieder Gerechtigkeit zu verleihen.»

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