Gewichtheber-Weltverband
Wada ermittelt nach Vorwürfen gegen IWF

Montreal (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat nach den Vorwürfen gegen den Gewichtheber-Weltverband IWF Ermittlungen aufgenommen. Dies bestätigte die Wada auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Montag, 06.01.2020, 20:13 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 20:16 Uhr
Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) ermittelt gegen den Gewichtheber-Weltverband. Foto: Jean-Christophe Bott

Untersucht werden die in der ARD-Dokumentation «Geheimsache Doping - Der Herr der Heber» erhobenen Anschuldigungen durch die unabhängige Wada-Abteilung für Ermittlungen, die von dem deutschen Polizisten Günter Younger geleitet wird.

In der ARD-Doku wurden dem IWF und seinem Präsidenten Tamas Ajan Doping-Betrug und Korruption vorgeworfen. «Da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, gibt die Wada keine weiteren Einzelheiten zum Ermittlungsstand bekannt», hieß es in einer Mitteilung. «Da es in der ARD-Doku auch um spezifischen Vorwürfe des Dokumentarfilms in Bezug auf das Doping von Gewichthebern in Thailand geht, die für die Wada neu und sehr besorgniserregend sind, wird die Agentur mit dem IWF, der Dopingkontrollbehörde von Thailand und anderen Beteiligten zusammenarbeiten, um sich ein klareres Bild von der Situation zu machen», teilte die Wada weiter mit.

In der ARD-Dokumentation hat die thailändische Heberin Rattikan Gulnoi nicht nur ein Doping-Geständnis abgelegt, sondern auch gesagt, dass junge Gewichtheber schon mit elf Jahren mit Doping in Kontakt kommen. Gulnoi, die 2012 in London Olympia-Bronze gewann, hatte zugegeben, seit 2011 Anabolika eingenommen zu haben.

Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Fußball: 3. Liga: Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Nachrichten-Ticker