Russland-Dopingaffäre
IOC fordert «wasserdichte» Entscheidung

Lausanne (dpa) - IOC-Präsident Thomas Bach hat den Internationalen Sportgerichtshof Cas aufgefordert, in der Affäre um Doping und Datenmanipulation in Russland eine klare Entscheidung zu treffen.

Freitag, 10.01.2020, 19:27 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 19:30 Uhr
Thomas Bach ist der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Foto: Laurent Gillieron

«Die Entscheidung darf keinen Platz für Interpretationen lassen, sie muss wasserdicht sein», sagte der 66-Jährige auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Session des Internationalen Olympischen Komitees im Schweizer Lausanne.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte den russischen Sport wegen der Manipulation von Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor für vier Jahre ausgeschlossen und unter anderem einen Olympia-Bann für die russische Mannschaft ausgesprochen. Die Russische Antidoping-Agentur legte dagegen Einspruch ein. Sie rechnet mit einem Urteil im April oder Mai.

Ein unklarer Cas-Spruch würde, so Bach, nur weitere Gerichtsverfahren etwa beim Schweizer Bundesgericht nach sich ziehen und zur «totalen Konfusion» bei den Verbänden führen. Das IOC habe gegenüber dem Cas sein Interesse sehr deutlich gemacht, betonte er. Bach konnte nicht sagen, wann er mit einer Entscheidung rechne: «Sobald wie möglich.»

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