Weltcup in Saalbach
Abfahrt wegen Nebels abgebrochen - «Einfach unfair»

Der erste Abfahrts-Weltcup nach der WM ist wegen schlechten Wetters abgebrochen worden. Nach neun Startern in Saalbach-Hinterglemm war klar, dass das Rennen nicht fair ist. Am Samstag soll es besser sein.

Freitag, 05.03.2021, 13:39 Uhr
Die Abfahrt der Herren in Saalbach-Hinterglemm ist aufgrund schlechten Wetters abgebrochen worden. Foto: Helmut Fohringer

Saalbach-Hinterglemm (dpa) - Dichter Nebel und anhaltender Schneefall haben zum Abbruch der Herren-Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm geführt. Nach neun Startern wurde das Rennen gestoppt und nach einer eineinhalbstündigen Pause nicht wieder neu gestartet.

Für die Ski-Asse um den deutschen Vizeweltmeister Andreas Sander fiel damit der erste Speed-Weltcup nach der WM aus. Schon am Samstag (11.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht im Salzburger Land die nächste Abfahrt an - dann laut Wetterbericht bei deutlich besseren Bedingungen.

«Ich denke, es war sicher keine falsche Entscheidung. Es wäre einfach unfair», sagte der zum Zeitpunkt der Absage führende Südtiroler Dominik Paris im ORF. Auch Weltmeister Vincent Kriechmayr als Zweiter sprach von einer «richtigen» Entscheidung durch die Jury. Schon nach wenigen Fahrern war deutlich geworden, dass der viele Neuschnee die Piste deutlich langsamer macht. Mitfavorit Beat Feuz etwa ging vier Plätze nach Paris ins Rennen und war eine Sekunden langsamer, Johan Clarey mit Startnummer neun hatte mehr als 1,7 Sekunden Rückstand.

Die deutschen Athleten waren noch nicht gestartet. Die Wartezeit vertrieben sich Sander und Teamkollege Romed Baumann im Starthaus unter anderem beim Smalltalk mit dem norwegischen Routinier Kjetil Jansrud. Zwischendurch wies Sander die Pistenarbeiter lautstark an, den Neuschnee sorgfältig von der Rennlinie zu entfernen - letztlich aber waren die Anleitungen des Ennepetalers unnötig.

Im Kampf um den Disziplin-Weltcup bedeutete die Absage, dass die Chancen des Führenden Feuz auf den erneuten Gewinn der kleinen Kristallkugel deutlich gestiegen sind. Er hat vor den letzten zwei Abfahrten des Winters 48 Punkte Vorsprung auf Matthias Mayer aus Österreich und 118 auf Paris. Schon am Samstag könnte also die Entscheidung fallen.

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