Einsamer Wolf
Claus Theo Gärtner: Matula war immer der Anti-Held

Der TV-Krimi «Matula» erzählt von einer Familientragödie, die von einem geradezu legendären TV-Ermittler aufgedeckt wird: Claus Theo Gärtner alias «Matula».

Donnerstag, 13.04.2017, 16:04 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.04.2017, 16:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.04.2017, 16:04 Uhr
Matula (Claus Theo Gärtner) hat einen neuen Auftrag - und einen neuen Begleiter. Foto: Georges Pauly

Hamburg/Berlin (dpa) - Der Schauspieler Claus Theo Gärtner (73) ist durch seine Krimireihe «Ein Fall für zwei» (ZDF) einem großem Publikum bekannt geworden. Darin verkörperte er 30 Jahre lang in 300 Folgen den Privatdetektiv Josef Matula.

Als Rechtsanwalts-Partner standen ihm nacheinander Günter Strack, Rainer Hunold, Mathias Herrmann und Paul Frielinghaus zur Seite. Seine Biografie heißt «Matula. Hau' mich raus». Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur spricht er über die Gründe für seine Rückkehr, warum er auf den Hund gekommen ist und was dieser Matula für ein Typ ist.

Frage: Was war für Sie der Hauptgrund, wieder als «Matula» vor die Kamera zu treten?

Antwort: Nun, ich hatte einfach Lust, nach drei Jahren mal wieder zu arbeiten, und ich hatte auch Lust, wieder einen schönen Film zu drehen. Ich hatte zwar auch wieder Theater gespielt, in Basel und in Braunschweig. Aber nach meinen vielen Reisen wurde es dann doch zunehmend langweilig, und da kam das Angebot vom ZDF gerade recht.

Frage: So einige Dinge haben sich doch geändert.

Antwort: (lacht) Ja, der Alfa Romeo ist weg, dafür gibt es nun ein Wohnmobil. Und ein Billardtisch passt da leider nicht hinein. Dafür habe ich mir etwas ganz anderes gewünscht: Matula sollte mal einen Hund haben. Das tut der Figur ganz gut, denke ich. Und nun hat er also einen Hund, und zwischen den beiden entsteht ja eine ganz ordentliche Freundschaft.

Frage: Was zeichnet diesen ungewöhnlichen Ermittler denn aus?

Antwort: Immer war er der einsame Wolf, der Anti-Held. Aber vielleicht denkt er jetzt vorher mal ein bisschen darüber nach, bevor er sich wieder unter einen Laster rollt. Er ist ein wenig weiser geworden. Solange ich noch fit bin und es keine körperlichen Probleme gibt, macht es mir ja noch großen Spaß. In dem Moment, wo das nicht mehr glaubhaft wirkt, sollte man sofort damit aufhören.

Frage: Aber danach scheint es nicht auszusehen.

Antwort: Nein. Schon bald, noch im April, werden wir die nächste Folge drehen. Ganz nach dem bewährten Motto: Matula ist unterwegs und wird in eine schlimme Geschichte verwickelt. Da ist dann auch ganz schön viel Stoff drin, denn es ist ja wieder ein richtiger 90-Minüter. Matula und ich - wir bleiben einfach ein wenig im Unruhestand. Und wissen Sie was? Das gefällt mir schon ganz gut.

ZUR PERSON: Claus Theo Gärtner (73) wurde am 19. April 1943 in Berlin geboren. Er debütierte 1966 am Theater in Göttingen, worauf Engagements in Göttingen, Hannover (wo er Günter Strack kennenlernte), Braunschweig, Oldenburg und der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin folgten. Für seine erste Filmrolle im Thriller «Zoff» erhielt er 1972 den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Seit Ende der 1960er Jahre trat Gärtner auch im Fernsehen auf. Dem TV-Publikum ist Gärtner hauptsächlich als Privatdetektiv Josef Matula aus der Krimi-Serie «Ein Fall für zwei» (1981-2013, ZDF) bekannt. Gärtner lebt mit seiner dritten Frau, der Regieassistentin Sarah Würger, in Basel und in Berlin.

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