Royale Reise
In Neuseeland: Nasenkuss für Charles und Camilla

Gleich zwei Begrüßungen gab es für Prinz Charles und seine Frau Camilla in Neuseeland: Zunächst bereitete Premierministerin Jacinda Ardern den Royals einen offiziellen Empfang. Dann hießen die Maori-Ureinwohner das Paar willkommen - auf ihre eigene Weise.

Dienstag, 19.11.2019, 16:24 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 16:28 Uhr
Prinz Charles wird traditionell von einem Maori mit einem Hongi begrüßt. Foto: Victoria Jones

Auckland (dpa) - Am dritten Tag ihres Neuseeland-Besuchs sind der britische Thronfolger Prinz Charles (71) und seine Frau Camilla (72) von Premierministerin Jacinda Ardern mit militärischen Ehren begrüßt worden. «Mit seinem Wissen rund um den Klimawandel ist er seiner Zeit weit voraus», lobte Ardern Prinz Charles am Dienstag nach ihrem Treffen in Auckland. «Wir hatten einen fantastischen Austausch über Themen, insbesondere was die Umwelt angeht.»

Für die Gäste aus Europa gab es auch eine traditionelle Zeremonie mit Maori-Ureinwohnern. Begrüßt wurde das Paar mit dem Hongi, bei dem sich die Nasen beider Beteiligten berühren. Bei der sogenannten Wero-Herausforderung legte ein Maori-Krieger einen Pfeil auf den Boden, den Ehrengast Charles aufheben durfte. Zudem boten die Ureinwohner einen rituellen Haka-Tanz dar.

Charles schloss sich später zu einer Streife durch Aucklands Hafen Freiwilligen der Organisation Sea Cleaners an. Diese sammeln an Stränden und vor den Küsten des Pazifikstaats Plastikmüll. Während die Royals am Nachmittag einen Spaziergang entlang der Uferpromenade von Auckland unternahmen, versammelten sich mehrere hundert Schaulustige, darunter einige auf umliegenden Jachten.

Charles und Camilla waren am Sonntag zu einem sechstägigen Besuch in Neuseeland eingetroffen. Am Mittwoch steht für das Paar Waitangi auf dem Programm. In dem rund 230 Kilometer nördlich von Auckland gelegenen Ort unterzeichneten Vertreter der britischen Krone und der Maori 1840 die ältestes Verfassungsurkunde Neuseelands, den Vertrag von Waitangi. Das Paar wird anschließend auch Christchurch besuchen, wo ein Rechtsextremist im März in zwei Moscheen 51 Besucher erschossen hatte. Charles' Mutter, Queen Elizabeth II., ist Neuseelands Staatsoberhaupt.

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