Ausgeträumt
Hendrik Groen schlägt wieder zu

Der Niederländer Hendrik Groen ist durch seine ebenso witzigen wie melancholischen fiktiven Tagebücher aus einem Altersheim bekannt geworden. «Eierlikörtage» und «Tanztee» wurden auch hierzulande Bestseller. Jetzt legt er nach mit «Lieber Rotwein als tot sein».

Dienstag, 04.02.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 15:42 Uhr

München (dpa) - Arthur Ophof ist Vertreter für Toilettenpapier und wohnt mit seiner Frau Afra in einem Reihenhaus in einem Vorort von Amsterdam. Mit 50 Jahren scheinen seine hochfliegenden Jugendträume ausgeträumt.

«Ich habe kaum etwas von der Welt gesehen, habe keine wilden Abenteuer erlebt und keinen großen Freundeskreis aus netten und interessanten Menschen aufgebaut.» Als ihm dann noch seine Firma kündigt, steht sein Entschluss fest: Er wird aus seinem Leben verschwinden und in der Toskana ganz neu anfangen, ohne seine Frau. Dazu muss er aber erst einmal seinen Tod inszenieren. Das aber ist dann doch viel vertrackter als gedacht.

Hendrik Groen ist durch seine ebenso witzigen wie melancholischen fiktiven Tagebücher aus einem Altersheim bekannt geworden. «Eierlikörtage» und «Tanztee» wurden auch hierzulande Bestseller. Das neue Buch «Lieber Rotwein als tot sein» ist von dem gleichen skurril-hintergründigen Humor durchdrungen. Es ist ein ausgesprochener Lesespaß, Arthur bei seinen aberwitzigen Vorbereitungen für sein baldiges Ableben zu folgen.

- Hendrik Groen: Lieber Rotwein als tot sein, Piper Verlag, München, 320 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-492-05945-9.

Nachrichten-Ticker