Ihre Füße verrieten sie
Alpaka Sylvie Meis wird bei «Masked Singer» enttarnt

Moderatorin Sylvie Meis ist ein Liebling der Klatschspalten und Blitzlicht gewohnt. In der Show «The Masked Singer» schaffte sie es nun zwei Wochen lang, unerkannt zu bleiben. Am Ende kommt man ihr auch wegen anatomischer Auffälligkeiten auf die Schliche.

Mittwoch, 04.11.2020, 13:22 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 13:24 Uhr
Gar kein zotteliges Wolltier: Aushilfs-Alpaka Sylvie Meis muss bei «The Masked Singer» die Hufen schwingen. Foto: Willi Weber

Köln (dpa) - Eine Niederländerin mimt ein Nutztier: TV-Moderatorin Sylvie Meis ist in der ProSieben-Show «The Masked Singer» als zotteliges Alpaka enttarnt worden. Die 42-Jährige flog am Dienstagabend aus der Sendung, nachdem sie zu wenige Stimmen der Zuschauer bekommen hatte. Anschließend legte sie ihr Kostüm ab. Es handelte sich um ein Alpaka mit Vorliebe für ausgefallene Trainingsanzüge aus Ballonseide und für Turnschuhe.

«Ich bin super, super, super stolz, dass ich mich getraut habe. Weil: Ich habe noch nie wirklich gesungen», sagte Meis, die auch als Model bekannt ist, als die Show für sie vorbei war. Zur Demaskierung musste sie ein Gerüst vom Kopf ziehen, das den langen Hals der possierlichen Tierart darstellte. Das Bild der etwas abgekämpften Meis war durchaus ungewohnt - beruflich kennt man sie stets perfekt durchgestylt. Ihr Show-Teilnahme habe sie gewissenhaft verschleiert, beteuerte sie: «Mein Kind weiß es auch nicht.»

Vor der Enttarnung war vor allem den sehr kleinen Füßen des Alpakas Beachtung geschenkt worden. «Diese kleinen Füße sind nicht normal», stellte unter anderem Komikerin Carolin Kebekus (40) fest, die als Gast im Rateteam saß. Ihr Kollege Bülent Ceylan (44) leitete schließlich auch wegen dieser anatomischen Auffälligkeit den korrekten Tipp ab - er setzte auf Meis, nachdem auch Namen wie Karoline Herfurth (36) und Nazan Eckes (44) gefallen waren.

«Wie geil ist das denn? Ich habe dich an zwei Sachen erkannt: Der Akzent und an deinen Füßen!», rief Ceylan stolz nach der Auflösung. Sylvie Meis gab danach offen zu: «Ich habe kleine Füße, das stimmt.» Es handle sich um Größe 36.

Die Moderatorin, geboren im niederländischen Breda, ist unter anderem aus der RTL-Show «Let's Dance» und als Model bekannt. Bei Instagram hat sie mehr als eine Million Follower. Zudem kennt man ihren Namen aus der Klatschpresse. Im September heiratete sie in Florenz ihren Verlobten Niclas Castello. Von 2005 bis 2013 war Meis mit dem Fußballer Rafael van der Vaart (37) verheiratet. Die beiden haben den gemeinsamen Sohn Damián.

Bei ihrer Hochzeit in Italien hatte sie schon von der skurrilen Rolle gewusst, die auf sie zukam. «Als ich in meinem Hochzeitskleid in Florenz stand, wusste ich schon, dass ich wenige Wochen später ein Alpaka sein werde», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Schon im Sommer habe es ein erstes Coaching gegeben. «Ich denke, ich habe die Alpaka-Rolle gut gespielt», bilanzierte Meis. «Alle waren verwirrt. Es wurde eine viel jüngere Frau erwartet oder eine Influencerin.» Oft schon sei ihr gesagt worden: Sylvie, wenn du aus der Tür gehst, dann bist du immer die Sylvie Meis, die man erwartet. «Bei "The Masked Singer" war das jetzt nicht der Fall. Und das war schön.»

In der Show singen Promis in aufwendigen Kostümen und versuchen, dabei nicht enttarnt zu werden. Wenn die Zuschauer sie aus der Show wählen, müssen sie allerdings die Masken ablegen. Meis verlor mit ihrer Version des Madonna-Hits «Like A Virgin» das Duell mit einem muskulösen Bademeister-Frosch, den viele für den Komiker Wigald Boning (53) halten. Er punktete mit einer Interpretation der Bee-Gees-Schmuseballade «How Deep Is Your Love» mit eingehauchten «Quak»-Lauten. Wie immer war das herrlicher Quatsch, aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ohne Zuschauer im Studio.

Vor Meis hatten schon Schauspielerin Veronica Ferres (55) und Moderator Jochen Schropp ihre wahren Identitäten preisgeben müssen. Ferres war als Biene angetreten, Schropp als Hummer. Mit dem Alpaka wird die «Masked Singer»-Tierwelt nun um eine weitere Spezies ärmer. Die dritte Folge der aktuellen Staffel verfolgten 3,21 Millionen (11,5 Prozent) Zuschauer.

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