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«Guardians of the Galaxy 2» bei ProSieben

Wenn ein Baum tanzt und ein Waschbär flucht, sind die «Guardians of the Galaxy» nicht weit. Der zweite Teil legt noch mal einen Zahn zu.

Samstag, 01.05.2021, 00:01 Uhr aktualisiert: 01.05.2021, 00:04 Uhr
Chris Pratt (l) und James Gunn, Drehbuchautor und Regisseur von «Guardians of the Galaxy Vol. 2». Foto: Chris Pizzello

Berlin (dpa) - Filme mit Superhelden gibt es seit einiger Zeit häufig. Meist sind es gut aussehende und perfekt trainierte Menschen, die die Welt vor dem Bösen retten.

Auch deswegen war der Erfolg von «Guardians of the Galaxy» 2014 so überraschend - auf den ersten Blick schienen die Hauptfiguren wenig Heldenhaftes an sich zu haben: der sprechende, so vorlaute wie knuddelige Waschbär Rocket. Frauenheld und Ex-Erdbewohner Peter Quill alias Star-Lord, gespielt von Chris Pratt. Gamora (Zoe Saldana), die grünhäutige Kämpferin und ihre Schwester, die blauhäutige Killerin Nebula. Und Groot, der einsilbige und gutherzige humanoide Baum. Zusammen bewahrten sie als «Guardians of the Galaxy» nicht nur die Galaxie vor dem Untergang. Sie feierten auch weltweit enorme Erfolge. Die Fortsetzung spielte sogar noch mehr Geld ein - am Samstag läuft dieser Teil 2 bei ProSieben (20.15 Uhr).

Durch ihren heldenhaften Einsatz im Vorgängerfilm haben sich Peter Quill und sein Team galaxienweit einen Namen gemacht. Auch diesmal sind die Außenseiter als Beschützer unterwegs. Quill aber muss sich noch einer ganz anderen Art von Herausforderung stellen: Da taucht plötzlich ein graumelierter, bärtiger Mann namens Ego auf, der behauptet, sein Vater zu sein. Als Kind war Quill nach dem Tod seiner Mutter von der Erde entführt worden, um unter Außerirdischen aufzuwachsen. Und dieser Ego nun will ihm weismachen, dass er nicht nur übermenschliche Kräfte hat, sondern auch unsterblich ist.

Auch Gamora muss sich ihrer familiären Vergangenheit stellen: Tief in ihrem, hinter cooler Fassade versteckten Herzen wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Versöhnung mit ihrer Schwester Nebula.

Neben allen familiären Dingen aber geht's bei den «Guardians» auch diesmal um nicht weniger als die Rettung des Universums. Für Abwechslung sorgen Überraschungsauftritte von Größen wie Kurt Russell, der Peters Vater gibt und als Gott-ähnliches, auf einem paradiesischen Planeten lebendes Wesen ein böses Geheimnis birgt. Freuen dürfen sich auch Fans von Sylvester Stallone, der als Mitglied der gefürchteten Ravagers-Bande so frisch daherkommt wie lange nicht.

Niemand aber in diesem Film, der schon im September erfolgreich im TV gelaufen ist, nimmt so sehr für sich ein wie Groot. Das Baumwesen tritt diesmal als Reinkarnation namens Baby Groot in Erscheinung. Das winzige, baumartige Wesen (im Original mit der Stimme von Vin Diesel) ist ungemein liebenswürdig und wunderbar animiert. Und dass Groot tanzen kann, das stellt er in der Eröffnungssequenz, einer famosen Kampfszene rund um ein krakenartiges Monstrum, unter Beweis.

Fans erwarten seit Jahren gespannt auf den dritten Teil. Das Projekt wurde unter anderem durch Corona verzögert, aber nicht nur. Disney trennte sich zeitweise von Drehbuchautor James Gunn wegen umstrittener alter Tweets. Inzwischen ist Gunn - nach einer öffentlichen Entschuldigung - wieder beim Blockbuster-Projekt dabei.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-366744/3

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