Film
Filmemacherin Poitras über Quellenschutz

Berlin (dpa) - Die US-Dokumentarfilmerin Laura Poitras (52) lebt und arbeitet auch aus Quellenschutzgründen in Berlin.

Dienstag, 18.03.2014, 13:01 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 12:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.03.2014, 13:01 Uhr

«Natürlich bin ich schon länger in Berlin , weil ich hier keine Repressionen befürchten muss. Hier wird meine Privatsphäre geachtet, hier kann ich am besten meine Quellen schützen», sagte sie der « Berliner Zeitung » (Dienstagausgabe). «Das ist mir, wie gesagt, das Wichtigste, denn ich trage die Verantwortung für Menschen, die sich mir anvertraut haben.»

Große Bekanntheit erlangte Poitras , als ihr Edward Snowden von ihm heruntergeladene geheime NSA-Dokumente übergab und sie das erste Interview mit dem Whistleblower in Hongkong führte.

In ihrem neuen Film, der voraussichtlich in diesem Jahr veröffentlicht wird, geht es laut Poitras über die Überwachung durch amerikanische Geheimdienste. Dafür arbeite sie unter anderen mit Whistleblowern, ehemaligen NSA-Angestellten, dem Internetaktivisten Jacob Appelbaum und mit Julian Assange von Wikileaks zusammen, sagte sie der Zeitung.

Es werde auch um Snowden gehen: «In dieser Hinsicht interessiert mich die Frage, warum wir erst mit ihm angefangen haben, uns das Ausmaß der Überwachung klarzumachen.» Poitras drehte bereits die Dokumentarfilme «My Country, My Country» (2006) sowie «The Oath» (2010).

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