Film
Regisseur: «Der Hundertjährige» hat eine Botschaft

Berlin (dpa) - Das Buch war sensationell erfolgreich. Am 20. März kommt die schwedische Bestsellerverfilmung «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» ins Kino.

Montag, 17.03.2014, 09:34 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 09:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 09:34 Uhr

Der greise Allan flieht darin aus dem Altenheim, erlebt einige Abenteuer und blickt dazu noch auf turbulente Begegnungen mit der Weltgeschichte zurück.

Die Titelfigur wird von jung bis alt vom schwedischen Comedian Robert Gustafsson (49) gespielt - Gustafsson saß dafür fünf Stunden in der Maske und trug zwei Kilo Silikon im Gesicht. Regisseur (47) war gerade mit der Komödie bei der Berlinale zu Gast. Da hatten in Schweden bereits 1,5 Millionen Zuschauer den Film gesehen. Für Herngren ist «Der Hundertjährige» nicht nur zum Lachen gut, sondern hat auch eine Botschaft .

Frage: Finden Sie, dass Allan ein genuin schwedischer Typ ist?

Antwort: Eher universell. Er ist nicht so schwedisch. Schweden sind irgendwie ängstlich und besorgt. Allan ist ein tapferer Kerl, er macht sich keinen Kopf über die Zukunft, er bereut nichts aus der Vergangenheit. Das ist nicht sehr schwedisch.

Frage: Hat der Film eine Botschaft oder ist es nur eine Feel-Good-Komödie?

Antwort: Ja, ich hoffe, die Leute nehmen etwas mit nach Hause. In der westlichen Welt leben wir auf eine Weise nicht so gesund: Wir versuchen, so viel Geld wie möglich auf dem Konto anzuhäufen und große Häuser zu kaufen. Wir arbeiten die ganze Zeit für die Zukunft und machen uns Gedanken, wie das Leben sein wird - anstatt es im Hier und Jetzt zu leben. Am Ende sitzen wir allein in einem Altenheim und keiner hört zu. Das ist der übliche Weg, das machten auch meine Großeltern am Ende so. Daher denke ich, wir können von Allans Sicht auf das Leben etwas lernen.

Frage: Würden Sie auch gerne «Die Analphabetin, die rechnen konnte», das zweite Buch von Jonas Jonasson , verfilmen?

Antwort: Ich habe es noch nicht gelesen. Ich bin ja gerade erst mit drei Jahren Arbeit fertig, da möchte ich noch nicht an den nächsten Film denken. Ich habe aber gehört, dass es sehr lustig ist. Ich mag seine Art, Geschichten zu erzählen und zu schreiben, sehr.

ZUR PERSON: Felix Herngren (47) ist Regisseur, Autor, Produzent, Schauspieler und sechsfacher Familienvater. In Schweden ist er auch für die TV-Serie «Solsidan» bekannt, die in einem noblen Stockholmer Vorort spielt.

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