Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess
Sommer der Suche

Zwei Kinder finden im Urlaub mit Zuversicht den Weg in die Zukunft. Abenteuerlicher und humorvoller Familienfilm aus den Niederlanden.

Donnerstag, 03.09.2020, 11:44 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 11:54 Uhr
Sam (Sonny Coops van Utteren) am Strand Foto: Les Films du Préau

Niederländische Kinder- und Jugendfilme wie „Romys Salon“ und „Die Baumhauskönige“ gehören zu den besten ihrer Art, weil sie originell, realitätsnah und ohne Klischees vom cleveren Kind und dummen Erwachsenen erzählen. Zu ihnen gehört der mehrfach ausgezeichnete Sommerfilm „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“, der teils mit deutschem Geld finanziert wurde.

Der zehnjährige Sam (Sonny Coops van Utteren) fährt mit Eltern und älterem Bruder auf die Nordseeinsel Terschelling in Urlaub, wo sich der Bruder gleich mal das Bein bricht. Dabei bewegen Sam Fragen nach Sterblichkeit viel mehr. Wenn alle Menschen und Tiere sterben, also auch die eigene Familie und er als Letzter, dann will Sam schon mal das Alleinsein üben.

Zum Glück hat der Knirps die Rechnung ohne Tess (Josephine Arendsen) gemacht, die herausgefunden hat, wer ihr Vater ist und die den Mann kennenlernen will, der noch nicht weiß, dass er eine Tochter hat. Dafür hat sich die quirlige Tess einen Plan ausgedacht, zu dem sie Sams Hilfe braucht. Sie lädt den ahnungslosen Vater mit Freundin in das von der Mutter vermietete Ferienhaus.

Regisseur Steven Wouterlood hat das gleichnamige Kinderbuch von Anna Woltz mit gut aufgelegten Darstellern als humorvolle Sommergeschichte um Familie, Freundschaft und Zuversicht aufs Leben vor toller Meerkulisse mit Strand, Watt und schäumenden Wellen inszeniert. Gut so.

Bewertung

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess: Drama/Komödie von Steven Wouterlood mit Josephine Arendsen, Sonny Coops van Ulteren und Julian Ras. 84 Minuten.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

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