Kiss me Kosher
Wo Frauen lieben

Zwei Frauen bringen durch Heiratswillen eine deutsche und eine israelische Familie ins Gefühlschaos. Netter Spaß aus Nahost.

Donnerstag, 10.09.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 15:14 Uhr
Marie (Luise Wolfram, l.) mag Shira (Moran Rosenblatt). Foto: X Verleih

Nahost-Komödien kreisen meist um das verbindende Menschliche zwischen Israelis, Palästinensern und Arabern. In der deutsch-israelischen Farce „Kiss me Kosher“ trifft Amors Pfeil die deutsche Biologin Maria (Luise Wolfram), die sich im Urlaub in Tel Aviv in Barbesitzerin Shira (Moran Rosenblatt) verliebt und ihr mehr aus Versehen einen Heiratsantrag macht.

Eine Lesbierin geht bei Shiras Familie noch durch, aber dass die verkrampfte Maria aus Deutschland kommt, schmeckt Shiras Oma (Rivka Michaeli), Holocaust-Überlebende der Familie und Frau mit Haaren auf den Zähnen, gar nicht. Die Hochzeit wird trotzdem geplant, Marias Palästina zugetane Mutter reist an, bis zum Happy End gibt es politische Diskussionen und Annäherungen der Kulturen.

Als Liebeskomödie schwankt das Debüt von Regisseurin und Autorin Shirel Peleg (Studium in Israel und Ludwigsburg) zwischen schräg, frotzelig und heiter, während Politik eher Beigabe zum Nahost-Dessert der Damen ist. Nett.

Bewertung

"Kiss me Kosher": 2 von 5 Sterne

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