Bayerisch-italienisches Trio
Mit Pollina, Schmidbauer und Co. in den Süden

Vor einigen Jahren sorgte das Trio für Furore. Jetzt setzen Schmidbauer, Pollina und Kälberer noch einen drauf

Dienstag, 12.02.2019, 17:29 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 18:14 Uhr
Starke bayerisch-italienische Connection: Werner Schmidbauer, Pippo Polliana und Martin Kälberer. Foto: Label

Berlin (dpa) - Die Reise geht wieder Richtung Süden, in das Sehnsuchtsland, wo sicher nicht alles gut ist, aber so manche Freundschaft gedeiht - in einer «Seelen-Streichler-Luft». Der umtriebige bayerische Folksänger und Fernsehmoderator Werner Schmidbauer hat sich erneut mit dem italienischen Cantautore Pippo Pollina und dem Multiinstrumentalisten Martin Kälberer zusammengetan, und das Ergebnis ist das hinreißende Album «Süden II» (Jazzhouse Records).

Vor ein paar Jahren waren die drei bereits nach Süden aufgebrochen, und konnten mit dem gleichnamigen Album und der anschließenden Tour Riesenerfolge feiern. Die Leute waren aus dem Häuschen, zum Höhepunkt und krönenden Abschluss der Tour kamen im August 2013 fast 10.000 Zuschauer in die Arena von Verona.

Die drei gingen auseinander, behielten sich aber im Blick, und kommen jetzt gereift und sehr entspannt zu «Süden II» zusammen. Diese bayerisch-italienische Connection macht Spaß: Im Opener «Richtung Süden» beginnt Schmidbauer in bayerischer Mundart, und nach drei Strophen kommt Pollina auf Italienisch dazu, und dies wirkt ganz organisch, es passt einfach. Daneben haben die beiden aber auch noch Solosongs auf Lager, Pollina gewohnt gefühlvoll und pathetisch, Schmidbauer bisweilen auch politisch: «Ich bi ned stolz drauf, wo i her bin/I konn ned stolz sei auf a Land», singt er gegen die neuen und alten Nationalisten an, ein starkes Lied genau zuur richtigen Zeit. Und natürlich darf man den versierten Multiinstrumentalisten Martin Kälberer nicht vergessen, der musikalisch die Fäden in der Hand hält. Sein jazziges Instrumental «Gubaldoria» ist nicht das schlechteste Stück auf diesem mit 15 Tracks proppevollen Album.

Und natürlich geht das Trio mit Verstärkung auch wieder auf Tour, Anfang März geht es los, mit ganz vielen Terminen bis in den Spätsommer hinein.

Giulia Wahn beim ESC: „Platz 20 war Hauptgewinn“
Beim ESC landete der für San Marino startende Sänger Serhat (l.) auf Platz 20. Dennoch gab es für ihn und seine münsterische Background-Sängerin Giulia Wahn (hinten rechts) Grund zum Jubeln.
Nachrichten-Ticker