Neues Album
Quadro Nuevo ziehen mit «Mare» nach Süden

Zwischen Weltmusik und Jazz segeln Quadro Nuevo ganz entspannt gen Süden davon. Da sollte man mit an Bord gehen.

Mittwoch, 04.11.2020, 19:31 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 19:34 Uhr
Vier zwischen Jazz und Weltmusik: Quadro Nuevo. Foto: Mario Scheucher

Berlin (dpa) - Wenn wir mal ehrlich sind, die besten Reisen kann man doch in der Fantasie machen. Eine wunderbare Gelegenheit, die Segel zu setzen und einfach die Gedanken Richtung Süden schweifen zu lassen, bietet das neue Album «Mare» von Quadro Nuevo.

Seit vielen Jahren erkundet diese Formation rein instrumental den Grenzbereich zwischen Weltmusik, Jazz und moderner Folklore - auf ihre ganz eigene Art und mit eine Musikalität und Wärme, die oft unwiderstehlich sind.

Für «Mare» haben sich Pianist Chris Gall, Andreas Hinterseher am Akkordeon, der Bassist Didi Lowka und Mulo Francel am Saxofon auf die Reise zu den fernen Gestaden der Sehnsucht gemacht. Italien ist ein Fixpunkt, aber auch die Ägäis, brasilianische Samba-Anklänge gibt es, oder französische Chanson-Melancholie nimmt uns gefangen.

In den fünfzehn Stücken ist für jeden Geschmack etwas dabei, aber beliebig wird es trotzdem nicht. Gleich zu Beginn geben die vier mit «Torna a Surriento» (Come Back to Sorrento) unserer schier unsterblichen Italien-Sehnsucht neue Nahrung. Wie Quadro Nuevo diese alte neapolitanische Canzone neu beleben, das ist schon großartig: «Diese Melodie steht für uns für die Sehnsucht nach der fernen Heimat», sagt Andreas Hinterseher.

Und so geht es weiter, mit «Plage a trois», «Saluti di Parigi», «Ragazzo Samba», «Cinema Paradiso» oder «Bora Furiosa» - allein die Titel der Stücke wecken Erwartungen, die sie dann auch zumeist erfüllen. Mit Quadro Nuevo kann man in diesen Zeiten sehr gut verreisen.

© dpa-infocom, dpa:201104-99-213089/5

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