Verkehrswende
Verband: Zahl der Ladepunkte für E-Autos steigt auf 27.730

Wie schnell sich E-Autos auf dem Markt durchsetzen, hängt vor allem vom öffentlichen Ladenetz ab. Der Energieverband BDEW sieht hier deutliche Fortschritte und fordert klimaorientierte Kaufprämien.

Dienstag, 05.05.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 17:22 Uhr
In Deutschland gibt es aktuell 27.730 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos. Foto: Hendrik Schmidt

Berlin (dpa) - Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektroautos nimmt weiter zu. Wie der Energieverband BDEW mitteilte, sind in einem Register aktuell 27.730 solcher Ladepunkte verzeichnet. Ende 2019 waren es 23.840 Ladepunkte, dies sei ein Zuwachs von mehr als 16 Prozent. Ein dichtes Ladenetz gilt als eine zentrale Herausforderung für einen Durchbruch für E-Autos auf dem Massenmarkt.

Mit Blick auf den «Autogipfel» von Bundesregierung und Branche sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae, die Energiewirtschaft sei ein zentraler Akteur, damit die Verkehrswende gelingt. Wichtig sei, dass die Europäische Union an den beschlossenen CO2-Flottengrenzwerten festhalte. Kaufprämien müssten sich weiterhin daran orientieren, dass sie Anreize für den Umstieg auf klimaschonende Fahrzeuge setzten.

Laut Verband reichen die rund 27.700 öffentlichen Ladepunkte für etwa 440.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge. Aktuell seien in Deutschland rund 280.000 E-Autos und Plug-in-Hybride gemeldet. Die bundesweite Abdeckung sei damit sehr gut.

Zahl der Anträge auf Kaufprämie für Elektroautos stürzt ab

Nach dem Rekord kam der Absturz: Die Zahl der Anträge auf die staatliche Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist im April massiv gesunken. Mit 6483 lag die Zahl der neuen Anträge nur rund halb so hoch wie beim Rekord im März, wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn hervorgeht.

Im Einzelnen wurden 3659 Anträge für reine Elektroautos mit Batterieantrieb gestellt, 2822 für Plug-in-Hybride und 2 für Brennstoffzellenautos. Die Kaufprämie soll den Absatz von Autos mit elektrifiziertem Antrieb fördern. Für reine Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle gibt der Staat inzwischen bis zu 3000 Euro, bei Plug-in-Hybriden sind es bis zu 2250 Euro. Zudem müssen die Autohersteller einen Rabatt in mindestens gleicher Höhe gewähren.

Seit Start des Förderprogramms im Sommer 2016 sind bisher insgesamt 198.321 Anträge eingegangen. Die meisten waren mit 29.180 für Fahrzeuge der Marke BMW, dahinter folgen Renault mit 24.861 und VW mit 24.696.

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