Baujahr 2009 bis 2017
Was der Skoda Yeti aus zweiter Hand taugt

Der Yeti ist verschwunden. Was für den Schneemensch nicht ganz auszuschließen ist, gilt für das gleichnamige SUV. Sein Nachfolger hört auf den Namen Karoq. Also zum gebrauchten Yeti greifen?

Dienstag, 06.10.2020, 04:34 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 17:32 Uhr
Kompaktes Kerlchen sorgt für wenig Kummer: Der Yeti stapfte bis 2017 durch Skodas Modellprogramm und gilt als robuster Gebrauchtwagen. Foto: Skoda

Berlin (dpa/tmn) - Der Skoda Yeti ist wie sein Namensvetter, der bekannte Schneemensch, auf seine Art einzigartig: eine Mischung Kompakt-SUV, Kombi und Van.

Damit verbinden sich Talente: Er kann ordentlich was verstauen, ist wendig und in der Allradversion sogar geländetauglicher als manches modernere SUV. Bei der Hauptuntersuchung (HU) ist er ein gerngesehener Gast - mit leichten Schwächen.

Modellhistorie: 2009 kam der Yeti zu den Händlern. Das einzige Facelift brachte 2013 vor allem eine neue, glattere Frontpartie; 2015 Überarbeitung der Motorenpalette. 2017 flog das Modell zugunsten des Kompakt-SUVs Karoq aus dem Programm.

Karosserievarianten: Der Yeti ist ein fünftüriges, kompaktes SUV. Regulär fährt er mit Unterfahrschutz und Beplankung. Es gibt aber auch eine Variante ohne diese SUV-Zutaten; die Version mit längerem Radstand kam nicht auf den deutschen Markt.

Abmessungen (laut ADAC): 4,22 m bis 4,23 m x 1,79 m x 1,69 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 405 l bis 1580 l.

Stärken: Der pragmatische Yeti erntet bei der HU viel Lob. Laut «Auto Bild Tüv Report 2020» werden Dämpfung und Lenkung sehr selten beanstandet. Gleiches gilt für die Bremsleitungen und -schläuche. Funktion von Fuß- und Feststellbremse ernten niedrige Mängelquoten. Niedrige Durchfallquoten ebenfalls bei der Abgasuntersuchung (AU).

Schwächen: Allem voran ist Ölverlust in der Kritik, schon ab der ersten HU. In frühen Jahren zeigen die Lenkgelenke leicht erhöhte Mängelquoten; ebenso die Blinker bei älteren Exemplaren sowie das Abblendlicht bis zur zweiten HU im Alter von fünf Jahren. Allgemein hat der Yeti den Hang zu verschlissenen Bremsscheiben.

Pannenverhalten: Der ADAC attestiert dem Yeti mit Blick auf seine Pannenstatistik gute Noten, nur Exemplare vom Erstzulassungsjahr 2013 sackten ins Mittelfeld ab. Als Pannenschwerpunkte nennt der Club: Zündkabel bei Yetis vom Jahr 2010 bis 2012 sowie Zündkerzenstecker (2010). Der Tüv-Report berichtet auch von Problemen mit den Steuerketten bei den TSI-Motoren.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 77 kW/104 PS bis 118 kW/160 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 77 kW/105 PS bis 125 kW/170 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Yeti 1.4 TSI Active Green tec (2017); 92 kW/125 PS (Vierzylinder); 50 000 Kilometer; 12 850 Euro. - Yeti 1.2 TSI Active (2013); 77 kW/104 PS (Vierzylinder); 101 000 Kilometer; 6675 Euro. - Yeti 2.0 TDI Active 4x4 Outdoor Green (2016); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 77 000 Kilometer; 11 850 Euro.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-832430/2

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