Schimmelgefahr
Frische Nüsse nicht in Plastiktüten aufbewahren

Ob als knackiges Topping, in Backwerken oder als Snack zwischendurch - Nüsse sind universell einsetzbar, werden aber häufig nicht optimal aufbewahrt.

Donnerstag, 03.12.2020, 11:33 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 11:36 Uhr
Walnüsse sollten im Stoffbeutel aufbewahrt werden. In Plastiktüten können sie leicht schimmeln. Foto: Robert Günther

Berlin (dpa/tmn) - Frische Nüsse können vor dem Trocknen leicht schimmeln. Sie in Plastiktüten zu lagern, fördert die Schimmelbildung sogar noch, warnt der TÜV Süd. Besser geeignet seien daher Stoffbeutel.

Die Ausbreitung krebserzeugender und leberschädigender Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) sei nicht mit dem Auge zu erkennen. Sie werden auch nicht durch Backen oder Rösten inaktiviert. Die TÜV-Lebensmittelexperten empfehlen, Nüsse immer luftdicht, kühl, dunkel und trocken zu lagern. Die richtige Lagertemperatur betrage 10 bis 18 Grad.

Ungeschält können Nüsse länger aufbewahrt werden als geschält. Bei selbst gesammelten Nüssen sollte vor dem Einlagern genau kontrolliert werden, ob die Schale unbeschädigt ist und ob keine Risse, Löcher oder Schädlingsbefall erkennbar sind. Haselnüsse werden dagegen besser ohne Schale getrocknet und ganz, gehackt oder gemahlen in den Tiefkühler gelegt.

Schimmelbildner vermehren sich in gemahlenen Produkten allerdings schneller. Wer in Nüssen, Kernen und Samen Schimmelbefall, untypische Verfärbungen, einen ranzigen oder muffigen Geruch bemerkt, sollte die betroffene Packung vollständig entsorgen. Auch bei bereits abgepackten ganzen Nüssen ist es besser, nicht nur die befallenen Nüsse, sondern die ganze Packung zu verwerfen.

© dpa-infocom, dpa:201203-99-556419/2

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