Familie
Eltern müssen sich für Auszeiten nicht rechtfertigen

Köln (dpa/tmn) - Die Tür zumachen und eine halbe Stunde völlige Ruhe genießen: Für viele Eltern klingt das nach paradiesischen Zuständen. Denn häufig haben sie ihren Kindern gegenüber ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich im Alltag Zeit für sich nehmen.

Montag, 17.03.2014, 16:27 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 15:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 16:27 Uhr

Es gibt einen Fehler, den bei einer kurzen «Kinder-Auszeit» viele Eltern machen: «Sie erklären ihrem Kind, warum sie jetzt die Tür schließen, aber es versteht nicht, warum Mama oder Papa jetzt Ruhe brauchen», sagt Michaela Herchenhan . Sie ist familienpolitische Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). Kinder könnten das Ruhebedürfnis von Erwachsenen nicht nachvollziehen - das müssten sie aber auch nicht.

Herchenhan rät Eltern an dieser Stelle zu mehr Durchsetzungskraft. Wer merkt, dass seine Reserven zur Neige gehen, sollte sich eine Auszeit nehmen - ohne lange Erklärungen dazu abzugeben. Am besten funktioniert es, wenn Mutter und Vater dafür feste Termine in den Kalender eintragen.

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