Finanzen
Gold und Bitcoin im Trend – Coronavirus als Auslöser

Die Infizierten werden täglich mehr. Und auch wenn die Lungenkrankheit nach aktuellem Krankheitsstand nur minimal letal ist, haben viele Angst. Dennoch sind die Folgen für die Wirtschaft in den betroffenen Ländern und vor allem weltweit nicht abschätzbar. Die Anleger suchen deshalb die sicheren Alternativen.

Mittwoch, 04.03.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 10:18 Uhr
Foto: Photo by Dmitry Demidko on Unsplash

Ob China, Italien, Frankreich oder Deutschland – die Infektionsrate mit dem neuartigen Coronavirus steigt stetig an. Während immer mehr positive Tests gemeldet werden, kommen andere bereits aus der Quarantäne. Besonders betroffen ist NRW. Hier gehen die meisten Erkrankungen auf den Kreis Heinsberg zurück. So bleiben aufgrund der Entwicklung und Eindämmung etwa Schulen und Betriebe, wie in Pfronten, Bayern, geschlossen. Dass das Ganze auch die Börse umtreibt, ist dabei schon fast Nebensache. Dennoch zeigte diese sich Ende der vergangenen Woche noch überaus freundlich. So hatte etwa China angekündigt, Versicherungsgebühren und Rentenbeiträge zu kürzen. Ziel ist es, die von dem Virusausbruch betroffenen Firmen finanziell zu unterstützen.
Anleger wählen, da noch nicht absehbar ist, welchen tatsächlichen Einfluss die Epidemie auf die Weltwirtschaft haben wird, überwiegend sichere Assetklassen. So legte in der vergangenen Woche etwa der Goldpreis ordentlich zu. In Euro erreichte dieser 1400 je Unze. Jedoch ist zeitgleich ebenfalls der Dollar erstarkt, was Gold in Euro teurer werden lässt. Eine ähnlich positive Entwicklung nahm ebenso der Bitcoin. Die Kryptowährung stieg auf mehr als 10.000 Dollar. Waren es zu Beginn des Jahres 2020 noch unter 7000 Dollar, ist das ein ordentliches Plus. Allerdings scheint sich der Kurs in diesem Bezug nicht wie erwartet zu festigen, sondern bricht in den letzten Tagen ein.
Dabei zeigt sich bei fast allen virtuellen Währungen ein leichtes „Absacken“. Wer etwa die Kryptowährung Iota kaufen will, der kann das gerade relativ günstig tun. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass hierfür nur Geld genutzt wird, das aktuell nicht benötigt wird. Denn sinkt der Kurs weiter, muss diese Zeit erst einmal ausgesessen werden. Dazu ist es unabdingbar, den Iota Kurs regelmäßig zu kontrollieren. Als sichere Geldanlage gilt die Kryptowährung im Allgemeinen allerdings nicht. Daher ist Iota ebenso wie Bitcoin, Ripple oder Ethereum eine Kapitalanlage, die auf längere Zeit ausgelegt ist.
Eine besondere virtuelle Währung, passend zum Coronavirus gibt es auch schon: der neue Token CoronaCoin. Dieser bildet mit dem „Proof of Death“-Mechanismus den Verlauf der Epidemie nach. Was auf der einen Seite ziemlich perfide und makaber klingt, soll allerdings dem Guten dienen. So wird als Gesamtmenge des ERC20-Token, der auf Ethereum basiert, 7,6 Millionen ausgegeben. Dieses entspricht der Weltbevölkerung. Mit jedem weiteren am Coronavirus erkrankten oder verstorbenen , wird alle 48 Stunden deren entsprechende Anzahl an Token verbrannt. Somit wird der CoronaCoin deflationär und knapper.
Nicht wenige finden diese Idee geschmacklos, wird dabei doch mit dem Leid anderer Geld gemacht. Allerdings steckt hinter dem Projekt ein guter Zweck. Denn 20 Prozent der Gesamtmenge an Tokens werden an das Rote Kreuz gespendet. Somit wird auf einem Umweg Geld für die medizinische Hilfe erwirtschaftet, die wiederum Betroffenen direkt hilft.
Sichere Anlagen scheint es aktuell entsprechend wenige zu geben. Bitcoin ist erst einmal nicht dem Trend gefolgt, den viele erwartet haben. Ebenso muss auf dem Aktienmarkt abgewartet werden, wie es für viele Unternehmen weitergeht. So sind nicht nur Adidas oder Puma stark betroffen. Auch der deutsche Kunststoffhersteller Convestro ist, aufgrund der virusbedingten Krise, betroffen.

Nachrichten-Ticker