Finanzen
Bleibt Bitcoin eine Nischen-Zahlungsmethode?

Wie haben Sie Ihren letzten Einkauf im Supermarkt oder online bezahlt? In bar, per Kreditkarte oder mit PayPal? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihre Antwort nicht Bitcoin lautet. Die seit 2009 auf dem Markt befindliche Kryptowährung hat sich zwar positiv entwickelt, hat jedoch den prophezeiten Status einer Alltagswährung, die Euro und Dollar eines Tages ablösen würde, noch nicht erreicht. Wird Bitcoin für immer eine Nische besetzen?

Montag, 08.06.2020, 19:35 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 19:40 Uhr
Foto: Photo by Dmitry Demidko on Unsplash

Was spricht für und gegen Bitcoin

Als dezentrales Zahlungsmittel kann Bitcoin weltweit eingesetzt werden. Diese Eigenschaft kommt aufgrund des Blockchain-Systems zustande. Sämtliche Transaktionen werden hier aneinandergehängt und auf allen Endgeräten im Netzwerk gespeichert. Das führt dazu, dass Fälschungen und Betrug praktisch ausgeschlossen sind, da die Blockchain bei nicht passenden Daten sofort Alarm schlagen würde. Im Alltag handelt es sich hierbei um einen extrem wertvollen Beitrag zur Sicherheit im Zahlungssystem . Neben der Sicherheit würden die Kosten im Vergleich zu traditionellen Überweisungen ebenfalls deutlich sinken. Vor allem internationale Transaktionen könnten von einigen Tagen auf wenige Minuten minimiert werden. Die Zeiteinsparung gelingt vor allem deshalb, weil keine Bank als Mittelperson an der Transaktion beteiligt ist. Warum also hat sich Bitcoin nach wie vor nicht gegenüber Karten und Bargeld durchgesetzt?

Selbst wenn die Menge der jemals verfügbaren Coins auf 21 Millionen beschränkt ist, besitzt Bitcoin noch nicht die Konstanz im Kurs wie Gold und Silber. Stattdessen schwankt der Kurs oftmals selbst über Nacht stark, weil die Volatilität hoch ist. Hinzu kommt die Anonymität, die sowohl als Vorteil, aber auch als Nachteil angesehen werden kann. Vor allem die nationalen und internationalen Behörden könnten mit erhöhter Anonymität im Alltag einige Probleme haben. Immerhin steigt die Anzahl der Geschäfte an, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren - sei es online oder offline.

Wie würde sich der Preis bei steigender Popularität entwickeln?

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Foto: Photo by Austin Distel on Unsplash

Sollten die Prognosen mit etwas Verspätung eintreffen und Bitcoin im Verlauf der kommenden Jahre populärer werden, würde sich in internationalen Zahlungssystemen einiges verändern. Ein wichtiger Schritt zu höherer Akzeptanz wären die Geschäfte selbst. Würden mehr von ihnen Bitcoin als Zahlungsmethode anführen, würde gleichfalls das Interesse der Kunden steigen. Ein erhöhtes Interesse bewirkt wiederum einer deutlich höheren Nachfrage an Coins und führt demnach zu mehr Käufen. Die Frage für viele ist deshalb schon jetzt, wo Bitcoin mit PayPal kaufen möglich ist. Ein empfohlener Anbieter ist zum Beispiel eToro, wo der Kauf in drei einfachen Schritten möglich ist. PayPal konnte sich aufgrund seines schnellen und bequemen Ablaufs unter Händlern durchsetzen. 

Aktuell befindet sich der Bitcoin Kurs auf einem guten Weg. Nach dem leichten Einbruch Anfang März entwickelte sich der Wert überaus positiv. Anfang Juni erreichte Bitcoin bereits wieder die wichtige Marke von 10.000 US-Dollar. Zuletzt wurde ein solcher Wert im Februar 2020 erreicht. Doch in der Zukunft scheint das Potenzial der ersten Kryptowährung unbegrenzt zu sein. In den kommenden vier Jahren soll laut Finanzanalyst Preston Pysh ein Wert von 80.000 bis 100.000 US-Dollar erreicht werden. Dies wäre im Vergleich zum aktuellen Kurs ein riesiger Sprung nach oben. Sollten Sie tatsächlich bald noch in vielen weiteren Geschäften mit Bitcoin bezahlen können, sind sogar noch weitere Kurssprünge möglich. Während Bitcoin momentan also als Nischen-Zahlungsmethode bezeichnet werden kann, könnte sich dies in Zukunft durchaus noch ändern.

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