Finanzen
Darauf sollten Gründer beim Abschluss von Versicherungen Wert legen

Wer ein Unternehmen gründet oder sich selbstständig macht, muss an vieles denken. Leider reicht es nicht aus, wenn die Geschäftsidee gut ist und sich Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Gerade in puncto Versicherungen sollten Unternehmer sich vollständig informieren und anschließend absichern.

Montag, 10.08.2020, 08:29 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 10:09 Uhr
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Ansonsten kann es passieren, dass kleine Missgeschicke sehr viel Geld kosten, für die der Gründer alleine haftet. Das bedeutet in vielen Fällen das Aus für die noch junge Firma oder den Selbstständigen.

Sowohl persönlich als auch betrieblich absichern

Wer ein Unternehmen gründet, muss mit Vorfällen rechnen, welche die eigene Existenz bedrohen. Genau deshalb gibt es spezielle Versicherungen, die auf Selbstständige ausgelegt sind und die Risiken auf ein Minimum reduzieren. Weitere Informationen zu Versicherungen für Gründer finden Sie unter anderem hier .
Wichtig ist, dass alle Tarife darauf ausgelegt sind, dass privates und gewerbliches Vermögen voneinander getrennt werden. Das ist nicht in allen Fällen möglich, da gerade Banken als Sicherheit auch Immobilien aus Privatbesitz oder anderes wünschen. Generell sollten Gewerbeversicherungen und Co. aber immer darauf abzielen, den Gründer im Fall eines beruflichen Ruins zumindest im privaten Bereich zu schützen. Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auch auf dem privaten Vermögen des Partners oder der Familie.

Krankheitsfall oder Berufsunfähigkeit

Gesetzlich vorgeschrieben wird die Krankenversicherung, die sowohl Selbstständige als auch Gründer und Angestellte haben müssen. Hier können Gründer meist entscheiden, ob Sie sich lieber privat versichern lassen möchten oder freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Beide Optionen bringen Vor- und Nachteile mit sich. Wichtig zu wissen: Wer sich einmal für die private Versicherung entschieden hat, kommt so schnell nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Die Beratung durch einen Fachmann ist an dieser Stelle deshalb unerlässlich.
Wenn Selbstständige einen Verdienstausfall haben, bekommen sie nicht automatisch Krankengeld oder Krankentagegeld. Deshalb ist es wichtig, dass auch dieser Punkt durch eine entsprechende Versicherung abgedeckt wird. Kann der Beruf wegen eines Unfalls oder einer Krankheit gar nicht mehr ausgeübt werden, greift die Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine freiwillig Arbeitslosenversicherung sowie die Rentenversicherung und natürlich die Unfallversicherung sollten ebenfalls vorhanden sein.

Versicherer gründlich vergleichen

Gerade im Bereich Versicherungen gibt es große Unterschiede sowohl zwischen den einzelnen Anbietern als auch zwischen den angebotenen Tarifen. Hier können nicht nur hunderte sondern in extremen Fällen sogar tausende Euro in einem Jahr gespart werden. Das klappt allerdings nur, wenn Gründer vorab ein wenig Zeit in das Vergleichen investieren. Nicht nur die Preise unter dem Strich sollten über die Wahl des Anbieters entscheiden. Mindestens ebenso wichtig ist der Inhalt des Tarifs. Wird nur ein Teil der Risiken abgedeckt oder es gibt einen hohen Selbstbehalt, nützen auch günstige Preise nichts.
Je nachdem, in welcher Branche Gründer tätig sind, werden verschiedene Gewerbeversicherungen notwendig. Hier sollten sich Verantwortliche genau informieren. Schließlich müssen Gründer ausschließen, dass am Ende eine Versicherung abgeschlossen wird, die gar nicht zur eigenen Branche passt. Unter anderem kommen die betriebliche Haftpflichtversicherung, aber auch die Cyber-Versicherung und die Geschäftsinhaltsversicherung in Betracht. Nicht vergessen: Die Rechtsschutzversicherung ergibt für sehr viele Unternehmen Sinn - und das unabhängig von der Branche oder der Größe des Betriebs. Generell gilt aber, dass die Tarife immer teurer werden, je größer das Unternehmen und das damit verbundene Vermögen wird.
Am Anfang sollte sich jeder Gründer genau überlegen, welche Risiken vom ersten Tag der Gründung abgesichert werden müssen und welche Versicherungen sich eventuell auf einen späteren Zeitpunkt verschieben lassen, um Geld zu sparen. Kosten und Nutzen müssen gegeneinander abgewogen werden.

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