Gesundheit
Renaissance der Kräuter?

Die Anzahl der verkauften, frei erhältlichen Medikamente steigt weiter. Besonders bei den Schmerzmitteln gab es einen sichtbaren Zuwachs. Doch ohne Folgen ist der hohe Medikamentenkonsum natürlich nicht. Nicht für den Menschen und nicht für die Natur. Denn die Abbauprodukte der Medikamente landen mit dem Abwasser auch in die Umwelt. 

Montag, 03.06.2019, 08:39 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 08:41 Uhr
Foto: Bild von MedicusDrogerie auf Pixabay

Auf der anderen Seite beobachtet man auch einen Zuwachs bei den natürlichen Präparaten, die aus Kräutern und anderen Naturprodukten hergestellt werden. Die Naturheilkunde scheint wieder interessanter zu werden und immer mehr Menschen informieren sich über Kamille und Co. Erlebt die Kräuterkunde eine Renaissance?

Die Kraft der Natur

Im letzten Jahrhundert wurden Naturheilstoffe weitestgehend von synthetischen Wirkstoffen verbannt. Der Erfolg der chemisch hergestellten Medikamente begeisterte die Bevölkerung damals. Die Pharmalobby hat da auch ihren Anteil daran. Doch die Naturheilkunde ist deswegen nicht unwirksamer geworden. In vielen Fällen sind die natürlichen Wirkstoffe sogar besser, als die künstlichen Wirkstoffe in Pillenform. Das zeigt sich am Cannabis sehr gut. Bei extremen Schmerzen ist Cannabis bei der Krebstherapie wieder zugelassen. Doch das THC in der Pflanze ist längst nicht der einzige Wirkstoff. Über 200 wirksamer Bestandteile kennt man aus der Cannabispflanze. Das CBD, das immer bekannter wird, ist sogar freiverkäuflich, da nicht psychoaktiv.

Auf Hanfvita können Sie sich über das CBD, seine Darreichungsform und natürlich über seine Wirkung informieren. Auch das CBD kann nämlich schmerzlindernd wirken und Entzündungen hemmen. Die Wissenschaft vermutet darüber hinaus, dass die Hanfwirkstoffe erst in Kombination besonders wirksam sind. Doch solange Cannabis weiter als Droge abgestempelt wird, kann auch nicht ausreichend geforscht werden. Auch wenn Cannabis momentan stark im Fokus der Öffentlichkeit ist, so sind andere Pflanzen ebenfalls wirksam und könnten in vielen Bereichen eingesetzt werden. Schon unsere Ahnen wussten um die Kraft der Natur bescheid und kannten für fast jedes Wehwehchen die passende Pflanze. Dieses Wissen ist den meisten heute unbekannt.

Kräuter wachsen auch auf der nächsten Wiese

Kräuter sind nichts Abstraktes oder Besonderes. Sie wachsen auf fast jeder Wildwiese und können sogar am Straßenrand gefunden werden. Die meisten Menschen achten aber darauf nicht, weil ihnen die Pflanzen einfach unbekannt sind. Wer jetzt nicht unbedingt eine Wiese durchforsten möchte, um ein paar Kräuter zu finden, der kann genauso gut in die Apotheke, Drogerie oder den Bioladen gehen. Dort gibt es eine große Auswahl verschiedener Kräuter. Ob als loses, getrocknetes Produkt oder als Tinktur, Saft oder in anderer Form.

Kein großer Aufwand

Sich mit Kräutern zu befassen ist interessant und hilfreich. Auf Kopfschmerztabletten zu verzichten und stattdessen Kräutern zu verwenden sorgt auch nicht für einen großen Mehraufwand. Kräuter kann man einfach verwenden und einnehmen. Oft muss man einen Aufguss machen, wozu man ein Sieb braucht oder Teefilter. Wer gerne etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte, der kann sich ein Kräuterbuch zulegen und dort alles über Kräuter erfahren und wie man sie verarbeiten kann. So kann man auch Salben, Extrakte und Öle in Eigenproduktion herstellen und verwenden. Das macht Spaß und ermöglicht den Kontakt zur Natur.

Kräuter sind trotzdem kein Allheilmittel

Was bei Kopfschmerzen, Verstopfung, Magenschmerzen oder Erkältungen hilft, muss nicht bei allem helfen. Kräuter sind bei der Behandlung alltäglicher und leichter Beschwerden praktisch und wirksam. Die moderne Medizin können Sie trotzdem nicht ersetzen. Daher sollte man bei ernsten Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen. Außerdem sollte man die Verwendung von Kräutern mit dem Arzt absprechen, wenn man gleichzeitig noch anderer Präparate einnimmt. Denn viele Kräuter können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen und im schlimmsten Fall sogar zunichtemachen. Trotzdem lohnt es sich eine Kräutersammlung zuhause zu haben und zu nutzen.

Nachrichten-Ticker