Gesundheit
Dermatologie: Welche Einflüsse schaden der Haut am meisten?

Als Körperhülle und Schutzschild ist die Haut Tag für Tag schädlichen Reizen ausgesetzt.

Von Extremtemperaturen über Krankheitserreger bis hin zu chemischen Einflüssen wehren die Hautschichten Schadeinflüsse vom Körperinneren ab – ununterbrochen. Die permanente Konfrontation mit mechanischen, thermischen und chemischen Reizen belastet die Haut. Schädigungen und Hautkrankheiten können die Folge sein. Welche Reize sind für die Haut besonders gefährlich und wie lassen sich schwerwiegende Folgen verhindern?

Donnerstag, 05.03.2020, 15:03 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 15:28 Uhr
Foto: Photo by Lucrezia Carnelos on Unsplash

Welche schädlichen Reize können Hautkrankheiten auslösen?

Die Haut ist nicht nur das größte menschliche Sinnesorgan, sondern auch das exponierteste. Durch ihren Säureschutzmantel ist sie gegen viele Schadeinflüsse gerüstet. Trotzdem gehen nicht alle äußeren Einwirkungen spurlos an ihr vorüber. Als besonders hautschädigend gelten: 

  • übertriebene Hygienemaßnahmen
  • UV-Belastungen
  • Umweltgifte wie chemische Pestizid-Rückstände 

Zum Schutz der Haut und der Prävention schwerwiegender Hauterkrankungen stehen einige Maßnahmen zur Verfügung. Trotzdem ist der regelmäßige Besuch beim Hautarzt empfehlenswert, um mögliche Schädigungen frühzeitig zu identifizieren. Experten empfehlen Kontrollen beim Hautarzt mindestens alle zwei Jahre. Auch bei selbst beobachteten Hautauffälligkeiten sollten Billerbecker unbedingt bei einem Facharzt einen Termin vereinbaren. Aufgrund der teilweise hohen Wartezeiten lohnt es sich, auch in Nachbarstädten  nach einem zeitnahen Termin bei einem passenden Behandler zu suchen.

Wie schützt man sich vor Hautschädigungen durch Sonnenlicht?

Mithilfe von UV-Licht deckt der menschliche Körper 80 Prozent seines Vitamin D Bedarfs. Ungeschützte Sonnenbäder sind trotzdem nicht empfehlenswert. Neben frühzeitigen Alterungserscheinungen kann daraus ein höheres Risiko für Hautkrebserkrankungen resultieren. Umso wichtiger sind Vorsorgemaßnahmen wie Sonnenschutz. Hierzu gehört: 

  • Haut bei hohem UV-Index bedeckt halten
  • Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht vergessen
  • Mittagssonne meiden
  • persönlichen Hauttypen berücksichtigen
  • Sonnencremes mit hauttypgerechtem UV-Faktor
  • bei Sonnenbrillen rundum geschlossene Gestelle bevorzugen
  • die höhere UV-Belastung im Gebirge und an Gewässern berücksichtigen
  • UV-Schutz auch im Winter nicht vernachlässigen 

Wie schützt man die Haut vor Umweltgiften?

Ob es um verbreitete Hauterkrankungen wie Akne oder allergische Reaktionen geht: Umweltgifte wurden mit verschiedensten Hautreaktionen in Verbindung gebracht. Luftverschmutzung begünstigt beispielsweise die Entstehung der Neurodermitis. Kleinere Hautreizungen können durch chemische Rückstände wie Pestizide hervorgerufen werden. Auch künstliche Lebensmittelzusätze schaden der Haut. Gerade im Hinblick auf Umweltgifte im Nahrungsmittelbereich lassen sich präventive Maßnahmen treffen. Ähnliches gilt für den Kontakt mit aggressiven Reinigungsmitteln und bestimmten Kosmetika. 

Tipp: Wer beim Kauf von Nahrungs-, Reinigungs- und Pflegemitteln zusatzstofffreie Bio-Qualität bevorzugt, vermindert die chemische Belastung der Haut.

Schadet Hygiene der Haut?

Zwischen den Hornzellen der obersten Hautschicht bilden Fettmoleküle gemeinsam mit dem Schweiß- und Talgdrüsensekret einen Säureschutzmantel auf der obersten Hautschicht. Ohne diese natürliche Barriere kann die Haut keine Schadeinflüsse abwehren. Übertriebene Hygiene ist daher eher nachteilig und kann zu Rötungen, Schuppenbildung und trockenen oder juckenden Hautarealen führen: Heiße Duschen lassen die Hornschicht aufquellen. Duschgel und Seife schwemmen daraufhin Fette und Feuchtigkeit aus. Wer auf schonende Pflegeprodukte und eine Wassertemperatur bis maximal 35 Grad achtet, tut seiner Haut einen großen Gefallen.

Tipps für hautfreundliche Hygiene:

  • nur kurz duschen
  • höchstens bei 35 Grad Celsius
  • Vollbäder vermeiden
  • PH-neutrale Duschgels in geringer Menge verwenden
  • nach dem Duschen nicht abreiben
  • anschließend eincremen
Nachrichten-Ticker