So gelingt bestmögliche Hygiene im Haushalt
Keine Chance für Viren und Bakterien

Bakterien, Viren und Keime sind im Haushalt alles andere als gerne gesehen. Zwar sind die meisten Mikroorganismen für den Menschen völlig ungefährlich, einige können aber ernstzunehmende Krankheiten auslösen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen ist die notwendige Hygiene im Haushalt leicht aufrechtzuerhalten.

Mittwoch, 02.09.2020, 10:23 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 10:26 Uhr
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Übertragungen von vornherein verhindern

Die meisten Keime werden über die Hände übertragen. Die Hygiene daheim fängt daher mit dem richtigen Händewaschen an: Vor der Zubereitung der Mahlzeiten, vor dem Essen und nach dem Gang zur Toilette sollte das 30-sekündige Händewaschen daher zur Routine werden. Auch wer von draußen nach Hause kommt oder Kontakt mit Tieren oder erkrankten Menschen hatte, sollte sich stets gründlich die Hände waschen.

Achtung: Selbst mit der besten persönlichen Hygiene ist keine völlige Keimfreiheit in den eigenen vier Wänden zu erreichen. Das ist aber auch weder notwendig noch erstrebenswert – der übermäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln oder antibakteriellen Produkten kann Allergien auslösen, der Umwelt schaden und zu unerwünschten Resistenzen führen.

Hygienisches Arbeiten in der Küche

Mangelt es in der Küche an der nötigen Hygiene, können sich schädliche Keime leicht vermehren. Besonders in feuchten Küchenschwämmen gedeihen Bakterien rasch. Schwämme sollten daher nach jedem Gebrauch gut getrocknet und regelmäßig in der Spül- oder Waschmaschine bei 60 Grad mitgewaschen werden – spätestens, wenn sie nicht mehr angenehm riechen.

Rohes Fleisch, Fisch und Eier sollten ausschließlich auf spülmaschinenfestem Geschirr verarbeitet werden, das direkt nach dem Gebrauch heiß gereinigt werden kann. Schneidebrettchen mit Schnittkerben sollten zeitnah durch neue ersetzt werden, da sich in den kleinen Vertiefungen leicht Keime festsetzen können.

Grundsätzlich bilden Essensrückstände und Fettspuren einen guten Nährboden für Bakterien und Keime: Essensreste sollten daher zügig beseitigt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig und gründlich Arbeitsplatte, Spüle und Herdplatten zu reinigen; insbesondere bei letzterer gibt es einige Hinweise zu beachten . Die Putzmittel sind idealerweise auf die Oberfläche des Herdes und der Arbeitsplatte abgestimmt, damit bei der Reinigung keine Kratzer entstehen. Auch der Kühlschrank sollte monatlich einer Grundreinigung unterzogen werden.

Gründliche Sauberkeit im Bad

Für eine gute Hygiene im Bereich der Toilette ist eine regelmäßige Reinigung mit gängigen Badreinigern ausreichend. Die verwendeten Lappen sollten allerdings für keine anderen Bereiche im Haushalt verwendet werden. Nach der Badreinigung sollten sowohl die Lappen als auch die Hände gründlich gewaschen werden. Die Anwendung von Desinfektionsmittel ist nur dann sinnvoll, wenn ansteckende Magen-Darm-Infektionen im Haushalt vorliegen.

Gutes Raumklima im Schlafzimmer

Auch ein gesundes Raumklima ist für einen hygienischen Haushalt unerlässlich. Die Wohnung sollte daher mehrmals täglich gelüftet werden, am besten zwei bis drei Mal täglich für wenige Minuten. Das sorgt für eine optimale Luftfeuchtigkeit und beugt Schimmelbildung vor. Besonders wichtig ist das im Schlafzimmer, denn das Klima unter der Bettwäsche ist warm und feucht – ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien, Milben und Pilzen. Die Bettwäsche sollte daher jeden Morgen nach dem Aufstehen aufgeschlagen ausgelüftet und alle zwei bis drei Wochen gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

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