Wach in der Nacht
Ursachen für Schlafstörungen bei Diabetes

Diabetiker leiden oft unter Schlaflosigkeit. Die Ursachen hierfür können unterschiedlich sein. Experten geben Rat.

Freitag, 05.02.2021, 09:50 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 09:56 Uhr
Manche Diabetessymptome können einen um den erholsamen Schlaf bringen. Eine Anpassung der Diabetestherapie kann hier helfen. Foto: Christin Klose

Baierbrunn (dpa/tmn) - Nachts auf die Toilette müssen und Kribbeln in den Beinen: Manche Diabetessymptome können einen um den erholsamen Schlaf bringen. Aber auch die Zuckerwerte können dadurch aus der Balance geraten und der Blutdruck in die Höhe steigen.

Gerade nachts quält der Drang auf die Toilette zu müssen viele Menschen mit Diabetes. «Eine nahe liegende Ursache sind hohe Blutzuckerwerte», erklärt Facharzt Igor Alexander Harsch in der Zeitschrift «Diabetes Ratgeber» (Ausgabe 02/2021).

Denn die Niere scheide den Zuckerüberschuss mit dem Urin aus. Auch manche Diabetesmedikamente und Entwässerungstabletten fördern die Harnausscheidung. Aber auch eine Unterzuckerung kann den Ablauf der Schlafphasen stören. In beiden Fällen ist der Arzt gefragt, um die Blutzuckerwerte richtig einzustellen.

Eine häufige Folge von Diabetes sind Nervenschäden, die sich als Stechen, Brennen und Kribbeln in den Beinen äußern können. Medikamente können diese Schmerzen lindern, Betroffene sollten dabei aber nicht selbstständig zu rezeptfreien Schmerzmitteln greifen, warnen Experten.

Schlafprobleme immer mit dem Arzt besprechen

Für Typ-2-Diabetiker kann zudem nächtliches Sodbrennen zum Problem werden - eine Folge des mit der Krankheit oft einhergehenden Übergewichts.

Der grundsätzliche Rat der Experten: Bei Schlafproblemen immer den behandelnden Arzt ansprechen. Denn oft bringt eine Anpassung der Diabetestherapie eine Verbesserung der Nachtruhe.

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