Karriere
Neue Jobchancen durch Umschulungen: Tipps zur Umsetzung

Die Gründe für eine Umschulung können recht vielfältig sein. Während der eine unzufrieden mit seinem aktuellen Beruf ist, klagt der andere über eine schlechte Arbeitsmarktlage oder ist sogar arbeitslos. Darüber hinaus können auch Krankheiten entstehen, welche die Ausübung des erlernten Berufes unmöglich machen oder stark einschränken. Auch bei einer längeren Abwesenheit, wie zum Beispiel während der Kindererziehung, kann sich auf dem Arbeitsmarkt viel verändern. Möchte man seine Chancen auf einen Job verbessern, sind Umschulungen eine gute Möglichkeit.

Montag, 04.06.2018, 13:08 Uhr

Foto: pixabay com

Die Gründe für eine Umschulung können recht vielfältig sein. Während der eine unzufrieden mit seinem aktuellen Beruf ist, klagt der andere über eine schlechte Arbeitsmarktlage oder ist sogar arbeitslos. Darüber hinaus können auch Krankheiten entstehen, welche die Ausübung des erlernten Berufes unmöglich machen oder stark einschränken. Auch bei einer längeren Abwesenheit, wie zum Beispiel während der Kindererziehung, kann sich auf dem Arbeitsmarkt viel verändern. Möchte man seine Chancen auf einen Job verbessern, sind Umschulungen eine gute Möglichkeit.

Eine Umschulung kann sich in vielen Fällen lohnen. Nicht zuletzt dann, wenn man bisher in einem Beruf gearbeitet hat, der körperlich so anspruchsvoll ist, dass man diesen nicht mehr länger ausüben kann. Wenn der Körper streikt, gibt es noch genügend andere Jobs, denen man sich widmen kann. Sucht man das Gespräch mit seinem Arbeitgeber, besteht auch die Möglichkeit, im Betrieb eine andere Stelle anzunehmen. Droht hingegen der Verlust der Arbeitsstelle, ist die Agentur für Arbeit der richtige Ansprechpartner. Dort gibt es viele Möglichkeiten, eine geförderte Umschulung zu erhalten. Auch die Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation in den Großstädten können helfen. Dort können durch die Agentur für Arbeit finanzierte Umschulungen beantragt werden.

Ein sehr häufiger Grund, warum sich Arbeitnehmer für eine Umschulung entscheiden: fehlende emotionale Bindung zum Arbeitsplatz. So zeigt eine Untersuchung, dass mehr als 80 % der Erwerbstätigen in Deutschland keine oder nur eine geringe emotionale Bindung zu ihrer Arbeit haben. Da wir jedoch etwa ein Drittel unseres Lebens mit Arbeiten verbringen, kann es durchaus Sinn machen, sich umzuorientieren. Wer in seinem Job zufrieden ist, ist nachweislich leistungsfähiger und findet unter Umständen sogar Freude daran, sich weiter fortzubilden, um die Karriereleiter nach oben klettern zu können.

Experten empfehlen bei einer Umschulung allerdings immer, innerhalb der Branche zu bleiben. Oftmals reicht schon eine weitere Qualifizierung, um zum Beispiel als Handwerker im Büro zu arbeiten. Dies kann innerhalb weniger Monate gelingen. Von der Agentur für Arbeit wird eine solche Maßnahme jedoch nur dann gefördert, wenn es für den Beschäftigten eine Perspektive im neuen Beruf gibt. Eine weitere Voraussetzung: Der Betroffene muss mindestens 18 Jahre alt sein und über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Abgesehen davon muss er eine Berufsausbildung zumindest angefangen haben. Andernfalls würde es sich nicht um eine Umschulung, sondern um eine Erstausbildung handeln. Erster Ansprechpartner sollte immer die Agentur für Arbeit sein. Immerhin hat diese ein Anliegen daran, dass Betroffene nicht in die Arbeitslosigkeit rutschen. Wer sich um die Finanzierung der Umschulung kümmert, hängt von der Art der Umschulung ab. Bei einer Umschulung im Betrieb gibt es ein Ausbildungsgehalt, mit dem ein Teil der anfallenden Kosten gedeckt werden kann. Anders sieht es bei schulischen Umschulungen aus, denn hier ist kein Verdienst vorgesehen.

Bei einer geförderten Umschulung können übrigens nicht nur die Kosten für die Umschulung selbst übernommen werden. Es kann auch ein Antrag über eine weitere Kostenübernahme gestellt werden. So fallen bei einem Lehrgang zum Beispiel Kosten für erforderliche Lernmittel, Prüfungsstücke, Prüfungsgebühren und Arbeitskleidung an. Hierfür sowie für Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung bei einer zu weit entfernten Ausbildungsstätte kann ebenfalls ein Zuschuss beantragt werden. Wer Kinder unter 15 Jahren hat, erhält darüber hinaus monatlich einen Zuschuss für die Betreuungskosten. Diese liegen bei bis zu 130 Euro pro Kind.

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