Karriere
Fachkräfte zu rekrutieren bleibt eine Herausforderung

Nicht nur der oft zitierte Fachkräftemangel spielt für die Arbeitgeber bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern eine Rolle. Die fortschreitende Digitalisierung und der demografische Wandel sorgen darüber hinaus für mehr Wettbewerb. Besonders der Finanzsektor muss sich nach den Imageverlusten vor rund zehn Jahren viel einfallen lassen, um Fachkräfte von sich zu überzeugen.

 

Dienstag, 03.07.2018, 15:04 Uhr

Foto: pixabay.com/dominickide

Karriere allein ist nicht auschlaggebend

Bei den zwischen 1980 und 2000 geborenen Menschen sprechen wir oft von der „Generation Y“. Und für die ist nicht allein der Verdienst oder die Karrierechance ausschlaggebend, wenn es um eine neue Stelle geht. Ihr ist am Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit gelegen, neudeutsch mit Work-Life-Balance umschrieben. So stellen sich namhafte Unternehmen der Finanzbranche auf diese Anforderungen ein – etwa der Finanzdienstleister tecis, für den rund 3.500 Berater im gesamten Bundesgebiet tätig sind.

„Es geht darum, selbst aktiv seine Zukunft gestalten zu können“, ist das Motto von tecis als Arbeitgeber. Dafür sind zum Beispiel moderne und flexible Arbeitszeitmodelle eine Grundvoraussetzung. Denn wer heute um die 30 Jahre alt ist, will die berufliche Entwicklung mit der persönlichen verknüpfen – in Familie und Freizeit. Das bedeutet für den Büro- oder Arbeitsalltag: flache Hierarchien, Organisation in Teams sowie die Möglichkeit, selbstständig und flexibel zu arbeiten, auch von zu Hause aus.

War for Talents hält Unternehmen auf Trab

Cultural Fit, noch so ein moderner Begriff, ist das Zauberwort. Damit ist gemeint, dass die Ziele und Werte des Bewerbers mit denen des Unternehmens übereinstimmen. Idealerweise sorgt der Cultural Fit dafür, dass die so begehrten Fachkräfte dem Unternehmen lange erhalten bleiben. Unternehmen müssen also schon mehr bieten als einen Kickertisch, der vor ein paar Jahren noch als Inbegriff einer hippen Mitarbeiterkultur galt.

Dass die Rekrutierung von Fachkräften neue Anstrengungen der Unternehmen erfordert, ist seit einiger Zeit bekannt. In einer Studie aus dem Jahr 2013 befragten Forscher der Universitäten Bamberg und Frankfurt/Main die Personalchefs von 40 führenden Finanzunternehmen in Deutschland nach den größten Herausforderungen. Neben der Überalterung wurde der sogenannte War for Talents – das Ringen um Fachkräfte – als dringendstes Problem genannt.

Der demografische Wandel allein sorgt dafür, dass qualifizierter Nachwuchs nicht mehr in der Größenordnung wie vor Jahren zur Verfügung steht. Folgerichtig also, dass die gefragten Nachwuchskräfte auch ganz andere Ansprüche stellen können, was Arbeitszeiten und -bedingungen betrifft.

Recruiting per Internet immer wichtiger

So manch umworbene Fachkraft muss gar keine Bewerbung mehr schreiben – die Unternehmen kommen von allein. Personaler und Recruiter müssen sich mit Jobportalen wie Stepstone und Monster auseinandersetzen, da viele Fachkräfte hier ihr Profil hinterlegen. Zusätzlich sind spezialisierte Branchenportale von zunehmender Bedeutung – im Falle eines Finanzunternehmens wie tecis zum Beispiel financecareer.de und bankjob.de. Zudem spielen Netzwerke wie Xing und LinkedIn eine Rolle bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs. 

Last but not least: Wer Fachkräfte sucht, muss auch willens sein, sie angemessen zu bezahlen. Aktuelle Studien beziffern für 2017 beispielsweise den Jahresverdienst eines Leiters für IT-Support mit durchschnittlich 76.500 Euro, zuzüglich Boni und anderen Zusatzleistungen. In 2018 liegt der Durchschnitt schon bei über 78.000 Euro. Qualität hat eben ihren Preis!

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