Karriere
Mitarbeiterzufriedenheit fördern in Krisenzeiten

In Zeiten von Covid-19 sind kleine und mittelständische Unternehmen auf besondere Art und Weise gefordert. Zum einen müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, zum anderen muss gewährleistet sein, dass der Betriebsablauf aufrechterhalten wird. Zudem muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Home-Office gewähren, wann immer es möglich ist. Wie bleiben Mitarbeiter in Krisenzeiten zufrieden?

Dienstag, 02.02.2021, 14:20 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 09:40 Uhr
Foto: Photo by bruce mars on Unsplash

Home-Office: Hürden und Chancen

Es gibt tatsächlich einige Hürden, wenn Angestellte im Home-Office arbeiten. Vielen Arbeitnehmern missfällt die Vermischung von Beruf und Privatleben. Manche genießen es, nach der Arbeit nach Hause zu kommen und ganz vom stressigen Arbeitsalltag abzuschalten. Berufstätige Eltern erleben Ihren Arbeitsalltag am heimischen PC oft als anstrengend, da die Kinder natürlich ebenfalls Aufmerksamkeit fordern. Hinzu kommt, dass Führungskräfte noch wenig Erfahrung damit haben, Mitarbeiter aus der Entfernung zu führen. Doch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung verändert sich die Sicht auf das Home-Office und schon jetzt sind Unternehmen, die das mobile Arbeiten anbieten, begehrte Arbeitgeber für die jüngere Generation. Das Mitarbeiterengagement ist dann dementsprechend hoch? Doch was können Vorgesetzte tun, um herauszufinden, wie die Stimmung in ihrem Unternehmen ist, auch wenn die Mitarbeiter nicht vor Ort sind? Tools wie Effectory bieten die Möglichkeit, die Angestellten strategisch zu befragen und ihr Feedback auch vom Home-Office aus einzuholen. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren auf die man als Führungskraft achten sollte. 

Wovon hängt die Mitarbeiterzufriedenheit im Home-Office ab?

Wie bereits erwähnt, kommt es hier stark auf die Rolle der Führungskraft an. Wichtig ist, dass zuvor alle Rahmenbedingungen geklärt sind. Dazu gehören zum Beispiel, wann eine Arbeit abgegeben werden soll oder wer der entsprechende Ansprechpartner in der Firma ist. Auch sollte geklärt werden, wer im Krankheitsfall übernehmen kann und auch, ob der Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter zufrieden im Home-Office ist. Chefs sollten ihre Rolle hinterfragen. Die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten werden, verändert sich und damit auch die Funktion der Führungskraft. Die stetige Kontrolle, bei der Vorgesetzte ständige Kontrolle über kleine Arbeitsschritte ausüben, ist überholt. Vielmehr ist es sinnvoll, den Mitarbeitern Impulse zu geben und Vertrauen in sie zu setzen. Dabei sollte vielmehr das Ergebnis zählen und nicht, wie lange der Mitarbeiter an seinem Schreibtisch gesessen hat.

Positive Effekte des Home-Office - für Eltern und Singles

Mobiles und selbstverantwortliches Arbeiten hat den Effekt, dass Väter und Mütter Familie und Beruf besser vereinbaren können. Allein die Zeit, welche die Mitarbeiter einsparen, ist Gold wert und hat einen Effekt auf die allgemeine Zufriedenheit im Beruf. Berufspendler verbringen oft bis zu drei Stunden täglich im Berufsverkehr , was den Stresspegel erhöht und die Produktivität und die Kreativität einschränkt. Entspannte und zufriedene Mitarbeiter sind sehr viel produktiver und damit effektiver. Dies belegen zahlreiche Studien. Auch Kinderlose freuen sich, wenn sie ihre Arbeit in freier Zeiteinteilung erledigen können. Wichtig ist, dass das Unternehmen sicherstellt, Mitarbeiter, die vor Ort arbeiten, nicht zu bevorzugen. Zum Beispiel, indem sie besser informiert werden als jene, die im eigenen Zuhause arbeiten. Auch muss der Vorgesetzte die Leistung der Heimarbeiter ebenso fair beurteilen. Auch das Finanzielle darf nicht zu kurz kommen. Mitarbeiter im Home-Office verbrauchen ihren eigenen Strom oder ihr eigenes Druckerpapier. Dies sollte von der Firma natürlich kompensiert werden.

Wichtig für die Mitarbeiterzufriedenheit im Home-Office sind also:

- Transparenz und klare Absprachen

- Vertrauen in die Mitarbeiter

- Bereitstellung der für die Arbeit notwendige Ausstattung

- Feedback durch Gespräche und Fragebögen

Fazit: Unter dem Strich erfordert es nicht viel, um glückliche und produktive Mitarbeiter zu haben. Wenn Führungskräfte die oben genannten Punkte im Blick behalten, ist eine gute Stimmung im Betrieb auch in Zeiten der Krise gewährleistet.

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