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Datenschutz im Betrieb

Ihre Chefin bittet Sie ins Büro und fragt, ob Sie Datenschutzbeauftragter werden möchten. Was sagen Sie? Was macht überhaupt ein Datenschutzbeauftragter und welche Rolle spielt er im Betrieb? Lesen Sie hier, wer sich um den Datenschutz im Unternehmen kümmert und was alles dazugehört.

Montag, 21.09.2015, 09:16 Uhr

In jedem größeren Unternehmen und in allen Behörden gibt es einen Datenschutzbeauftragten. Betriebe benötigen ihn, wenn

- das Unternehmen personenbezogene Daten speichert und verarbeitet (zum Beispiel Kunden-, Mitarbeiter- oder Interessentendaten),

- zehn oder mehr Mitarbeiter mit der automatisierten Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von personenbezogen Daten beschäftigt sind,

- die Daten besonders sensibel sind,

- das Unternehmen die Daten kommerziell nutzt.

 

Manche Unternehmen benennen einen externen Datenschutzbeauftragten. Die Rechtsanwälte von BBS Law bieten diesen Service hier an. Die Alternative: Das Unternehmen wendet sich an einen Mitarbeiter. Das können beispielsweise Sie sein. Freuen Sie sich, wenn Sie gefragt werden: Ihre Vorgesetzten schätzen an Ihnen, dass Sie zuverlässig sind und die erforderliche Fachkunde besitzen. Dennoch sollten Sie sich genau erkundigen, was in dieser Position auf Sie zukommt.

 

Der Datenschutzbeauftragte kontrolliert, ob der Umgang mit den Daten im Betrieb den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ob die Rechte der Betroffenen gewahrt sind. Dafür benötigt und erhält er eine große Unabhängigkeit – meistens berichtet er direkt an den Vorstand. Außerdem genießt er besonderen Kündigungsschutz.

 

Qualifikation des Datenschutzbeauftragten

 

Die Qualifikationsanforderungen hängen mit der Menge der personenbezogenen Daten zusammen und damit, wie sensibel diese sind. In einem Betrieb, der nur die eigenen Mitarbeiterdaten verwaltet, sind die Anforderungen geringer als beispielsweise in einem großen E-Commerce-Unternehmen, das Zigtausende sensible Kundendaten nutzt und verarbeitet.

 

Ohne IT-Kenntnisse kommt ein Datenschutzbeauftragter naturgemäß nicht aus, aber für die vielen Details aus Datenschutzrecht und rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen. Die Kosten für die Weiterbildung übernimmt das Unternehmen.

 

Datenschutz-Kontrolle und Beratung

 

Der Datenschutzbeauftragte wird in der Regel nicht selbst in dem Bereich tätig sein, den er kontrolliert (insbesondere IT- und Personalabteilung). Doch die Kontrolle ist nur ein Teil der Aufgaben – ebenso wichtig ist die Beratung von Unternehmensleitung, Mitarbeitern und Betriebsrat. Bei besonders sensiblen Projekten führt der Datenschutzbeauftragte eine Vorabkontrolle durch, prüft das Verfahren also in Hinblick auf datenrechtliche Vorgaben, bevor es eingeführt wird.

 

Datenschutz ist eine spannende Aufgabe für alle, die sich mit Datenverarbeitung auskennen und gut kommunizieren können, mit der Unternehmensleitung ebenso wie mit den einfachen Mitarbeitern. Denn in Unternehmen aller Branchen wird heute ein Bereich nach dem anderen digitalisiert, es fallen große Mengen Daten an, die alle sicher gespeichert und verantwortungsvoll genutzt werden sollen. Die Bedeutung des Datenschutzbeauftragten wird daher weiter zunehmen.

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