Zum Schutz
Impfung gegen alle Meningokokken-Typen für Reisen ratsam

Meningokokken können Auslöser für Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen sein. Die Krankheitserreger treten in Afrika, aber auch in Westeuropa auf. Jedoch gibt es von ihnen verschiedene Typen. Reisende schützen sich am besten mit einer umfänglichen Impfung.

Donnerstag, 14.06.2018, 13:02 Uhr

Im Impfpass sind alle Impfungen festgehalten. Wichtig für Urlauber ist eine Impfung gegen alle Meningokokken-Typen. Foto: Sophia Kembowski

Düsseldorf (dpa/tmn) - Reisende sollten sich gegen alle Typen von Meningokokken impfen lassen, für die es einen Impfschutz gibt. Das sind derzeit die Serogruppen A, B, C, W und Y, wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) erklärt.

Die Impfungen seien für Kinder und Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr besonders wichtig. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen, also beim Niesen, Husten und Sprechen. Daraus können sich zwei Krankheitsbilder entwickeln: eine Hirnhautentzündung (Meningitis) und eine Blutvergiftung (Sepsis), die auch zusammen auftreten können. Beide Krankheiten entwickeln sich sehr schnell und können tödlich enden.

Für die Gruppen A, C, W und Y gibt es einen Kombinationsimpfstoff, der mit einem Arztbesuch abgedeckt werden kann. Die Impfung gegen die in Deutschland am häufigsten vorkommende Gruppe B muss separat gesetzt werden. Im deutschen Impfkalender ist nur die Impfung gegen Serogruppe C vorgesehen, die auch allein geimpft werden kann. Das heißt, diese Impfung muss die Krankenkasse auf jeden Fall bezahlen.

Im sogenannten Meningitis-Gürtel in Afrika südlich der Sahara überwiegt erst seit wenigen Jahren Typ W. Auch in westlichen Ländern wie den Niederlanden, England und Australien gab es dem CRM zufolge zuletzt einen Anstieg der Infektionen mit dem Typ W, die zum Teil tödlich verlaufen sind. Insbesondere Austauschschüler und Studenten, die viel Kontakt mit Einheimischen haben, sollten sich schützen.

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