Reise
Kuba – Zeitreise unter der karibischen Sonne

Auf Kuba ticken die Uhren anders und wer einen Fuß aus dem Flughafengebäude in Havanna hinaussetzt, wird das sofort merken. Die Autos sind alt, sehr alt, und versetzen Besucher mit fast sofortiger Wirkung in eine andere Zeit. Je näher man der kubanischen Hauptstadt kommt, desto spannender wird es.

Dienstag, 01.10.2019, 16:35 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 16:38 Uhr
Foto: Bild von Falkenpost auf Pixabay

Kubanisches Flair: Was macht das Land so besonders?

Alte verfallene Gebäude wechseln sich ab mit gut erhaltenen Kolonialbauten. Die Menschen sehen anders aus als bei uns, viele tragen bunte Kleidung, rauchen Zigarren und Obstkarren rattern durch die Straßen. Werbeplakate und Anzeigetafeln für westliche Produkte gibt es nicht, viel mehr sind die Wände mit dem Che Guevara-Konterfei und Sprüchen zur Revolution geschmückt.

In den Bars und Restaurants gibt es häufig nur eine bescheidene Auswahl an Speisen und Getränken, besonders die staatlichen Restaurants servieren häufig nur zwei oder drei Gerichte und das in einer nicht besonders guten Qualität. Auch die Supermärkte auf Kuba sind anders als alles bisher Bekannte, halb leere Regale, eine kleine Auswahl und von einem Produkt auch wirklich nur eine Marke sind das komplette Gegenteil eines gut sortierten deutschen Edekas.

Ein Land ohne Anschluss an die westliche Welt

Kuba war jahrzehntelang abgeschottet und durch ein Handelsembargo mit den USA dominiert. Auf dem Inselstaat herrschte der Kommunismus und die Mangelwirtschaft dominiert auch heute noch das alltägliche Leben. In Kuba fehlt es an vielem, wodurch die Menschen gelernt haben sich selbst zu helfen. Beim Bummel durch die Straßen der Städte wird das an vielen Stellen deutlich. Überall liegen die Kubaner unter ihren Autos und schrauben an den Teilen aus den 1950er Jahren herum, zum Mittag gibt es eine Art Pizza, die für wenig Geld aus einem Wohnzimmerfenster heraus verkauft wird.

Bis vor einigen Jahren gab es in dem Inselstaat auch so gut wie kein Internet. Im Netz surfen, Nachrichten lesen, YouTube-Videos schauen, immer die neuesten Sportergebnisse im Blick haben oder zum Wetten auf das anstehende Fußballspiel die Erfahrungen mit Tipico zu überprüfen , war schlichtweg nicht möglich. Es gab zwar Internetcafés, die Preise waren aber sehr hoch, die Schlangen lang und die Verbindung sehr langsam.

Kuba im Wandel

Seit Ende 2018 gibt es nun mobiles Internet auf Kuba und auch Touristen können sich mit einer lokalen Sim-Karte versorgen. Das ist nicht der einzige Wandel, der sich in den letzten Jahren in Kuba vollzogen hat. Das lange Zeit geltende Einreiseverbot für US-Amerikaner aus touristischen Zwecken wurde aufgehoben und immer mehr Amerikaner bevölkerten die Karibikinsel.

Neueste Sanktionen haben in 2019 diese Reisefreiheit wieder beschränkt, dennoch gibt es auch immer noch genügend andere Touristen, die Jahr für Jahr das Land besuchen. Kuba öffnet sich immer mehr für den Rest der Welt und die vielen Besucher, die auf die Insel strömen, hinterlassen ihre Spuren.

Diese 4 Orte dürfen Kuba-Besucher nicht verpassen

Einige Orte dürfen auf einer Rundreise durch Kuba nicht fehlen. Hier scheint das hektische Leben ganz weit weg und die Besucher können eine Art Ursprünglichkeit spüren, die nicht jedes Land hat:

1. Havanna ist die Hauptstadt Kubas und eine faszinierende Stadt voller Gegensätze. Alte, verfallene Gebäude wechseln sich mit auf Hochglanz polierten Kolonialbauten ab und immer wieder stößt man beim Durchstreifen der Gassen auf große und kleine Plätze. Ein zentraler Treffpunkt Havannas ist der Malecon, die Promenade entlang des Meeres. Hier fahren im Sonnenuntergang die Oldtimer entlang und Einheimische sitzen auf den Mauern und angeln.

2. Viñales ist so ein Ort, an dem die Welt noch in Ordnung scheint. Ein kleines buntes Dorf inmitten eines fruchtbaren Tals, in dem so ziemlich alles wächst, was man sich nur vorstellen kann.

  • Karstfelsen
  • Höhlen
  • rote Erde
  • grüne Tabakpflanzen und vieles mehr.

Zwischendrin grüßen Zigarren rauchende Kubaner, die ihre Felder noch mit Ochsenkarren bestellen, und prägen das Bild. Die Gesamtkomposition dieses friedlichen und schönen Fleckchens Erde lassen Viñales zu einem der Highlights vieler Kuba-Reisenden werden.

3. Trinidad ist eine der schönsten Städte Kubas, mit einer kolonialen bunten Altstadt, den Kopfsteinpflaster-Gassen und der Nähe zum Meer inmitten des Escambray-Gebirges.

4. Cienfuegos hat ein maritimes, französisches Flair, mit seinen vielen hellblauen und weißen Gebäuden. Im Gegensatz zu Trinidad ist die Stadt weniger überlaufen. Anders als viele andere Städte auf Kuba wirkt die Stadt sehr sauber und ordentlich.

Ab an den Strand

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Foto: Bild von gabrielmbulla auf Pixabay

Nicht nur die Städte prägen eine Kuba-Reise, sondern auch die Strände. Schließlich liegt die Insel mitten in der Karibik und das zeigt sich auch an vielen Badestellen. Hier trifft Puderzucker-Sand auf türkisfarbenes klares Wasser, Palmen wiegen sich im Wind und der Rum fließt in Strömen. Besonders schöne Strände gibt es hier:

  • Cayo Coco
  • Cayo Jutias
  • Playa Ancón
  • Cayo Levisa
  • Playa Tortuga
  • Punta Francés
  • Maria La Gorda

All Inclusive-Urlaub auf Kuba? Lieber nicht

Auch in Varadero gibt es traumhaft schöne Strände, dieser Teil Kubas ist für seinen Pauschaltourismus bekannt. Kubaner sind in diesem Bereich ihres Landes nicht zugelassen, außer sie arbeiten in den Hotelanlagen. Wer seinen Kuba Urlaub nur in einer All Inclusive-Anlage in Varadero verbringt und darauf verzichtet, sich etwas vom Land anzuschauen, der verpasst etwas.

Schließlich machen die Städte und die Geschichte Kuba aus, denn paradiesische Strände bekommt man auch an vielen anderen Stellen der Welt. Zum Relaxen am Ende einer Kuba-Rundreise bietet sich die schmale Halbinsel mit ihrem über 20 Kilometer langen Strand an, dennoch hat Kuba mehr zu bieten als nur Hotels und All Inclusive-Paradiese.

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