Sicherheit
Weihnachtszeit ist Einbruchszeit! Mit diesen Tipps reisen Sie entspannt in den Urlaub

Viele Menschen entfliehen dem vorweihnachtlichen Getümmel und machen mit den Liebsten eine Fernreise. Auch über den Heiligen Abend ist es in einigen Familien Tradition, eine abgeschiedene Berghütte zu mieten und dort im Kreise der Lieben, und ganz fernab von dem Trubel und der Hektik einer Großstadt, ein harmonisches und friedliches Weihnachtsfest zu feiern. 

Montag, 11.11.2019, 09:41 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 11:15 Uhr
Foto: Photo by WATARI on Unsplash

Einige Menschen sind dabei überaus unvorsichtig, wenn es um die private Urlaubsplanung geht, und posten ihre Reisepläne in sozialen Netzwerken oder hängen gar gut sichtbare Zettel an die Eingangstür des Hauses, damit der Postbote weiß, ab wann er die Weihnachtspost vorbei bringen kann.

Die Polizei rät ausdrücklich dazu, einen Urlaub über die Weihnachtsfeiertage lieber nicht an die große Glocke zu hängen und auch in privaten Gruppen keine Urlaubsfotos zu posten, solange man noch nicht wieder zu Hause ist. Haben es Kriminelle darauf abgesehen, in ein leeres Haus einzubrechen, bietet die digitale Welt nämlich eine Menge Potenzial für Betrüger. Am besten ist es, wenn eine Art Fernseh-Simulator per Zeitschaltuhr eingeschaltet wird, auch ohne smarte Hauszentrale lassen sich ebenfalls einige Lampen auf diese Weise jeden Abend einschalten. So ist von außen nicht auf den ersten Blick zu erkennen, ob sich jemand im Anwesen befindet oder die ganze Familie gemeinsam in den wohl verdienten Weihnachtsurlaub gefahren ist.

Türen und Fenster während der Ortsabwesenheit sichern 

Im smart Home gibt es diverse Sicherheitsmechanismen, die für einen optimalen Schutz während einer längeren Ortsabwesenheit sorgen. Ohne die passenden Zugangsdaten ist es nicht so leicht möglich, in gut gesicherte und digital vernetzte Häuser einzubrechen. Schlüsseldienste und Verbraucherbehörden raten allen Menschen dazu, bei einer Reise über die Weihnachtstage Türen und Fenster mit zusätzlichen Schließvorrichtungen abzusichern. Wer sich besonders große Sorgen um Einbrecher macht, kann alle Zugangstüren mit dicken Panzerriegeln verschließen, diese sind von außen mit einem Sicherheitsschlüssel zu bedienen und bieten einen umfangreichen Schutz vor Einbrechern.

Für die Fenster gibt es ebenfalls Sicherheitsschlösser, welche ein unbefugtes Öffnen erschweren können. In jedem Fall sollten alle Fenster geschlossen sein, auch wenn sich die Fenstersicherung bei gekippten Fenstern ebenfalls abschließen lässt. Ein offenes Fenster ist nämlich viel einfacher auszuhebeln, wobei eine zusätzlich nachgerüstete Sicherung von den Verbrechern einfach umgangen werden kann.

Gut ist es außerdem, wenn die Nachbarn oder enge Freunde ab und zu einmal nach dem Rechten gucken kommen. Dazu können Sie vor der Abreise einen Zweitschlüssel persönlich übergeben, welcher jedoch nicht im Außenbereich vor Ihrem Haus unter Blumentöpfen oder ähnlicher Dekoration versteckt werden sollte. Bitten Sie Nachbarn und Freunde außerdem darauf zu achten, dass die Türen und Fenster beim Verlassen des Hauses jedes Mal zugeschlossen werden. 

Wie kann ein Smart Home den privaten Bereich schützen?

Schon der Zugang zu einem smarten Zuhause kann komplex und vor allem individuell gestaltet werden. Ein Haustürschlüssel wird dabei nicht mehr nötig, vielmehr können alle Familienmitglieder mittels Fingerabdruck-Scanner oder Spracherkennung in das Haus gelangen, die Haustür lässt sich aber auch mit einem Irisscan öffnen oder per sicherer Gesichtserkennung. Außerdem kann ein smartes Überwachungssystem für mehr Sicherheit sorgen: Verschafft sich eine fremde Person Zugang zum Anwesen, schalten sich die Videokameras im Außenbereich ein und senden einen Alarm an die hinterlegte Mobilfunknummer. Wer sein smartes Eigenheim zusätzlich mit Bewegungsmeldern im Außenbereich ausstattet, genießt jederzeit einen guten Blick mit ausreichender Beleuchtung, vor allem wenn es sich um einen nächtlichen Einbruchsversuch handelt.

Sollte es trotz aller Absicherungen im Vorfeld doch einmal zu einem Einbruch kommen, raten Verbraucherschützer dazu, anschließend die komplette Schließanlage austauschen zu lassen. Gibt es hier Beschädigungen, haben die Einbrecher beim nächsten Versuch ansonsten ein leichtes Spiel und können annähernd ungehindert in private Bereiche eindringen. Außerdem sollten Einbruchsopfer draußen vor dem Haus und an den Fassaden nach Hinweisen wie Gaunerzinken suchen. Kriminelle Einbrecherbanden kommunizieren immer noch auf diese Weise, warnen sich gegenseitig vor eventuellen Wachhunden und geben Hinweise, wo leicht eine große Beute zu holen ist. Aber auch für digitale Abwehrmechanismen gibt es mittlerweile eigene Zeichen.

Außerdem sollten laut Polizei alle sichtbaren Einbruchsspuren entfernt werden. Ansonsten könnten andere Kriminelle dies als Einladung verstehen, da es hier offenbar einen leichten Zugang ins Haus gibt, wobei die Türschlösser oder abschließbare Sicherungen an den Fenstern bereits in ihrer Funktion eingeschränkt sein könnten durch den vorherigen Einbruch oder Einbruchsversuch.

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