Verschiedene Bräuche
Wie Ostern weltweit gefeiert wird

Ostern ist der höchste Feiertag der katholischen Kirche. Die Erinnerung an das Leiden Jesu manifestiert sich dabei weltweit ganz unterschiedlich.

Donnerstag, 13.04.2017, 08:56 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.04.2017, 08:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.04.2017, 08:56 Uhr
Büßer der Bruderschaft Cristo de las Injurias versammeln sich vor der Procesion del Silencio (Stille Prozession) im Schloßgarten in Zamora (Spanien). Foto: Manuel Balles

Berlin (dpa) - Ostern wird auf der ganzen Welt gefeiert. Rund um das höchste christliche Fest haben sich daher verschiedene Bräuche entwickelt.

Eine Auswahl:

SPANIEN: Nichts für zarte Seelen: Bei Prozessionen tragen fromme Bruderschaften schwere Jesus- und Heiligenfiguren durch die Straßen. Vielerorts vermummen sich Teilnehmer mit spitzen Kapuzen, einige «Büßer» geißeln ihre Rücken sogar mit Peitschen.

ITALIEN: In vielen Dörfern gibt es Inszenierungen des Leidensweges Christi und weitere Osterprozessionen. Am bekanntesten ist der Kreuzweg in Rom, den der Papst abschreitet. Spezialitäten sind süßes Gebäck in Form einer Taube - die «colomba pasquale» - und herzhafte, mit Gemüse und Ei gefüllte Kuchen.

USA: Im Weißen Haus in Washington ist das Ostereirollen («Easter Egg Roll» eine beliebte Tradition, die bis 1878 zurückreicht. Im Garten des US-Präsidenten dürfen Kinder Eier suchen und mit einem großen Löffel über den Rasen balancieren.

MEXIKO: In Mexiko-Stadt zieht der festliche Passionszug zur Erinnerung an die Leiden Christi durch den Ortsteil Iztapalapa. Die Passionsspiele in Mexiko entstanden nach einer Cholera-Epidemie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

UNGARN: Das «Begießen» von Frauen und Mädchen am Ostermontag geht auf einen vorchristlichen Fruchtbarkeitsbrauch zurück. Männer besuchen verwandte oder befreundete Frauen und besprengen sie mit Parfüm oder Wasser. Dafür werden sie mit Ostereiern, Kuchen und Alkohol bewirtet. Ähnliche Bräuche gibt es in Polen, Tschechien und der Slowakei.

PHILIPPINEN: In einem umstrittenen Karfreitagsritual lassen sich in einigen Dörfern Menschen an Kreuze nageln. Sie betrachten das als Sühne für Sünden. Die katholische Kirche verurteilt das Ritual.

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