Corona-Krise
Japans Kaiser sorgt sich um Mitmenschen

Kaiser Naruhito trug eine Maske um Mund und Nase, als er beim ersten Jahrestag seiner Thronbesteigung aus seinem Auto Passanten grüßte. Die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit sei eine «große Herausforderung» für die Menschheit, sagte er.

Freitag, 01.05.2020, 11:55 Uhr aktualisiert: 01.05.2020, 11:57 Uhr
Der japanische Kaiser Naruhito mit Mundschutz. Foto: kyodo

Tokio (dpa) - Auch Japans Kaiser Naruhito ist besorgt über die andauernde Corona-Pandemie. Auf dem Weg in seinen Palast grüßte der 60-jährige Monarch am Freitag, dem ersten Jahrestag seiner Thronbesteigung, einzelne Passanten von seiner Limousine aus, wobei er dabei eine Schutzmaske trug.

Die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit sei eine «große Herausforderung» für die Menschheit, wurde der Kaiser von der Nachrichtenagentur Kyodo nach einer Besprechung mit einem Regierungsberater zitiert.

Er sei tief besorgt, viele Menschen seien in einer schwierigen Lage. Naruhito und seine Frau Masako (56) hatten wegen der Pandemie einen für den Frühling geplanten Besuch in Großbritannien verschoben. Naruhito, der am 1. Mai vergangenen Jahres die Nachfolge seines Vaters Akihito (86) angetreten hatte, war von der britischen Queen Elizabeth II. zu einem Staatsbesuch eingeladen worden. Auch eine Veranstaltung zum Geburtstag des Kaisers musste abgesagt werden.

Japan erwägt trotz sinkender Neuinfektionen mit dem Coronavirus eine Verlängerung des seit zwei Wochen geltenden Notstands voraussichtlich um einen Monat. Der zunächst bis zum 6. Mai geltende Notstand bedeutet keine Ausgangssperren wie in Europa. Die Bürger des Landes sind lediglich aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Bislang sind in Japan rund 15.000 Infektions- und 460 Todesfälle offiziell registriert. Inzwischen zeige der Trend der täglichen Neuinfektionen nach unten, hieß es seitens der Regierung.

Nachrichten-Ticker