Blackout Tuesday
Aus Solidarität: Stars posten schwarze Kacheln

Nach dem Tod von George Floyd nahmen in den vergangenen Tagen die heftigen Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA zu. Nun setzen auch viele Prominente ein Zeichen. Sie und viele andere Menschen posten schwarze Bilder in sozialen Netzwerken.

Dienstag, 02.06.2020, 11:49 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 13:38 Uhr
Auch Beyoncé meldete sich zu Wort. Foto: dpa

Zahlreiche Prominente, aber auch ganz gewöhnliche Nutzer, haben am heutigen Dienstag ihr Profilbild unter dem Motto #blackouttuesday in sozialen Medien geschwärzt oder ein schwarzes Foto gepostet - als Zeichen der Solidarität nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd durch den Polizeibeamten Derek Chauvin und um sich mit der Black-Lives-Matter-Bewegung solidarisch zu zeigen.

Als ein neunminütiges Video im Netz auftauchte, das den Todeskampf des 46-Jährigen zeigte, begannen nicht nur die teils heftigen Straßenproteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in vielen amerikanischen Städten, sondern zugleich flammten auch die Appelle im Netz immer lautstärker auf.

Nun meldet sich die Musikszene zu Wort. Der zweite Hashtag zum "Black Tuesday" lautet #TheShowMustBePaused. Also eine kurze Pause für den Alltag im Showbusiness. Aktivisten raten dazu, aktuell auf den Hashtag #blm und #blacklivesmatter zu verzichten, da unter diesen Hashtags wichtige Informationen zu den Protesten geteilt werden.

Solidarität mit schwarzer Community

Ziel ist es, ein Zeichen der Solidarität mit der schwarzen Community zu setzen, einen Tag lang, die Arbeit ruhen zu lassen und auch auf die meist aufgeregte, bunte und idyllische Welt hinter den Accounts zu verzichten. Symbolhaft färbten viele der Teilnehmenden ihr Profilbild bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. schwarz.

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Quincy Jones, der markige und emotionale Worte fand, nimmt ebenso daran teil wie Rihanna oder Beyoncé, die bereits am Sonntag ihren Schmerz in einem Instagram-Video ausdrückte. Auch Cardi B und Ariana Grande machen beispielsweise mit, genau wie die Band Gorillaz. Angestoßen wurde der virtuelle Protest von Jamila Thomas and Brianna Agyemang, beide führende Köpfe der US-Musikbranche.

Selbst in Deutschland hat sich die Aktion schnell herumgesprochen. Mark Forster ist ebenfalls dabei, genau wie die ehemaligen Fußball-Nationalspieler Mario Götze und Jerome Boateng oder Manchester-City-Stürmer Leroy Sané.

In der Bundesliga hatten sich am vergangenen Spieltag mehrere Profikicker solidarisch gezeigt. Marcus Thuram machte etwa den Kniefall nach seinem Tor für Borussia Mönchengladbach. Jadon Sancho und Achraf Hakimi von Borussia Dortmund zeigten Botschaften unter ihren Trikots, mit denen sie Gerechtigkeit für George Floyd forderten. Ebenso Weston McKennie vom FC Schalke 04, der dies auf seiner Kapitänsbinde kundtat. Der DFB löste Kopfschütteln aus, indem er ankündigte, über Sanktionen zu beraten.

Auch mehrere Sportclubs beteiligten sich. Etwa die Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf oder Zweitligist VfL Bochum. Aus Münster ist auch Westfalenligist 1. FC Gievenbeck zu nennen. Die Aktion macht ihre Runde, im Großen wie im Kleinen.

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