Vortäuschens einer Straftat
Ermittlungen nach Sprengsatz in Zugtoilette

Wer packt Nägel und Schwarzpulver zusammen und deponiert diesen Mix in einer Regionalbahn? Nach dem Vorfall in Köln ist mittlerweile klar, dass es sich nicht um eine gefährliche Bombe handelte.

Montag, 05.10.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 12:34 Uhr
Auf einem Gelände der Bahn hatte eine Reinigungskraft am Freitagabend in einem Zug einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Foto: Steil-TV

Köln (dpa) - Nach dem Fund eines Sprengsatzes in einer Zugtoilette in Köln ermitteln Düsseldorfer Anti-Terror-Staatsanwälte wegen Vortäuschens einer Straftat.

«Die Bombe war eigentlich nicht funktionstüchtig», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Markus Caspers am Montag in Düsseldorf. «Jemand wollte offenbar nur so tun.»

Es gebe keinen Hinweis auf ein bestimmtes politisches Motiv. Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt in dem Fall gegen unbekannt.

Eine Reinigungskraft hatte den verdächtigen Gegenstand am Freitagabend in einem abgestellten Zug entdeckt. Er enthielt den Ermittlern zufolge unter anderem Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver und war in Plastiktüten gewickelt und verklebt. Es sei zwar eine Zündschnur dabei gewesen, die aber nicht angezündet worden sei.

© dpa-infocom, dpa:201004-99-815751/6

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