Verkehrsexpertin
Ruf nach Wiedereinführung von Nachtzügen

Saarbrücken (dpa) - Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz der Länder, Anke Rehlinger (SPD), befürwortet eine Wiedereinführung von Nachtzügen bei der Deutschen Bahn.

Montag, 06.01.2020, 12:11 Uhr
Reisende gehen zu einem Nachtzug (EuroNight) der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), der zur Abfahrt nach Wien im Bahnhof Altona bereit steht. Foto: Bodo Marks

«Nachtzüge sind eine prima Sache, um auch lange Strecken organisatorisch hinzubekommen», sagte die saarländische Ressortchefin der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Ein Angebot mit Schlaf- und Liegewagen wäre für eine bessere Anbindung des Südwestens von Deutschland an die Bundeshauptstadt «eine gute Option». Die Bahn wolle die Fahrgastzahlen verdoppeln: «Dann muss sie die Menschen auch abholen», sagte Rehlinger.

Die Deutsche Bahn hatte ihre rund 40 Jahre alten Schlaf- und Liegewagen 2016 den Österreichischen Bundesbahnen vermacht, weil sie damit Verluste einfuhr.

Inzwischen reisen immer mehr Menschen in Mitteleuropa in Nachtzügen: Es gibt Überlegungen, das Angebot weiter auszubauen. Auch die Deutsche Bahn ist daran beteiligt. In welcher Form sie sich engagieren könnte, ist aber noch offen.

Rehlinger sagte: «Die Bahn ist noch bei weitem nicht auf der Höhe der Zeit - wir brauchen eine bessere Anbindung der Regionen, pünktliche Züge und wettbewerbsfähige Preise.» Eine «sehr wichtige Entlastung der Bahnfahrer» sei die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung: Sie führe seit Jahresbeginn zu zehn Prozent niedrigeren Preisen im Fernverkehr.

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