Börse in Frankfurt
Aufgehellte Stimmung hilft Dax über 13.000 Punkte

Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag die Stimmung etwas aufgehellt. Nach dem durchwachsenen Handelstag überwand der Dax nun erstmals seit knapp drei Wochen wieder die runde Marke von 13.000 Punkten. Am Ende blieb ein Plus von 0,88 Prozent auf 13. 042,21 Punkte.

Donnerstag, 08.10.2020, 19:05 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 19:08 Uhr
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel beendete den Handel mit plus 0,79 Prozent auf 27.835,11 Zähler. Auch europaweit wurden Gewinne verbucht.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,69 Prozent auf 3255,76 Zähler. Auch in Paris und London legten die Leitbörsen zu. In den USA stand am frühen Abend für das Börsenbarometer Dow zuletzt wieder ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche und auch die Nasdaq-Indizes legten moderat zu.

«Egal wer die Präsidentschaftswahl in den USA gewinnt, neue fiskalpolitische Stimulierungsmaßnahmen für die US-Wirtschaft werden kommen, so der Impuls hinter dem Engagement der Anleger», fasste Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets die Marktstimmung zusammen.

Unter den Einzelwerten im Dax gewannen die Aktien des Baustoffherstellers HeidelbergCement an der Index-Spitze 3,8 Prozent. Innerhalb der Zementbranche dürften die Heidelberger voraussichtlich am stärksten von den mittlerweile aufgehellten Markttrends profitieren, erwartet Analyst Ephrem Ravi von der US-Bank Citigroup.

Im MDax führten positive Analystenkommentare ebenfalls zu Kursausschlägen: So zogen die Anteilscheine von ProSiebenSat.1 nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs um 3,7 Prozent an. Die Trends im europäischen Werbegeschäft dürften sich im dritten Quartal deutlich verbessert haben, schrieb Analystin Lisa Yang.

Eine optimistischere Einschätzung der britischen Großbank Barclays half zudem den Papieren von Nemetschek auf die Sprünge. Dort stand letztlich ein Plus von rund sieben Prozent zu Buche. Der neue Chef des Bausoftware-Spezialisten gehe die wichtigsten Bedenken der Anleger engagiert an, nämlich die Unternehmensstruktur und den Wechsel zu einem Abonnement-Modell, schrieb Analyst Sven Merkt.

Im SDax sorgten derweil die jüngsten Geschäftszahlen von Südzucker für lange Gesichter: Die Aktien sackten als klares Schusslicht in diesem Nebenwerteindex um fast 12 Prozent ab. Nach wie vor bereitet das Zuckergeschäft dem Konzern Probleme. Südzucker rechnet im laufenden Geschäftsjahr nun definitiv mit einem Verlust, nachdem bislang noch ein Gewinn für möglich gehalten wurde.

Der Eurokurs sank. Die Gemeinschaftswährung wurde am frühen Abend zu 1,1754 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1765 (Mittwoch: 1,1770) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8500 (0,8496) Euro. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,52 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 145,68 Punkte. Der Bund-Future stieg am Abend um 0,29 Prozent auf 174,53 Zähler.

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